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Klares und deutliches Nein zu Krieg

BUTZBACH. Ein Zeichen für Frieden in der Ukraine setzte gestern die Schulgemeinde der Butzbacher Weidigschule um Schulleiterin Annette Pfannmüller.

„Peace“-Aktion an der Weidigschule Butzbach zu Ukraine / Gedenken an Opfer und Flüchtlinge

BUTZBACH (thg). Mit dem großen Peace-Symbol auf dem Sportplatz setzte die Schulgemeinde der Weidigschule gestern ein Zeichen für den Frieden. Mehrere Lehrer hatten für die letzte große Pause vor den Osterferien die Aktion initiiert. Es ging darum, Solidarität für die Menschen zu zeigen, die von Krieg betroffen sind und zusammenzuhalten in der Hoffnung, dass der Krieg bald enden möge.
Schulleiterin Annette Pfannmüller erinnerte daran, dass der Krieg in der Ukraine seit 44 Tagen, „die die Welt verändert haben“, herrsche. Nur zweieinhalb Flugstunden entfernt finde auf europäischem Boden ein Krieg statt, „der unsagbares Leid über viele Menschen bringt“. Die Weidigschule sage „klar und deutlich nein zu diesem Krieg, zu jedem Krieg, und ja zu Frieden und einem menschlichen Miteinander“.
Den Lehrkräften der Weidigschule ist es wichtig, die Sorgen und Ängste der Schüler ernst zu nehmen und ihre Fragen zu beantworten, erklären die Organisatoren. „Trotz Spenden und des Engagements für die Menschen, die bereits aus der Ukraine flüchteten oder diejenigen, die noch in der Ukraine sind, fühlt man sich oft hilflos.“
Pfannmüller sagte: „Dieser Krieg betrifft uns alle sehr. Wir fühlen mit den Menschen in der Ukraine und den Geflüchteten, aber wir haben auch Angst. Angst vor einer Ausweitung des Kriegs auf andere Länder, Angst, dass auch wir direkt von einem Krieg betroffen sein könnten. Die Auswirkungen spüren wir schon jetzt – an den gestiegenen Preisen für Lebensmittel, Gas und Öl.“ Weil Reden gegen Angst und Sorgen helfe, hätten die Schüler Gelegenheit bekommen, mit den Lehrern über das zu sprechen, was sie bedrückt.
Gemeinsam setzten Schüler und Lehrer ein Zeichen. „Ihr seid heute Teil einer großen Gemeinschaft.“ Eine Gemeinschaft bedeute Schutz und Halt. „In einer Gemeinschaft fühle ich mich weniger allein. Ich wünsche mir, dass ihr dieses Gefühl mitnehmen könnt, wenn ihr euch Sorgen macht oder Angst habt.“
Auch an die Menschen, die in der Ukraine frieren und hungern und ihr Zuhause verteidigen, ebenso die Soldaten, die „kämpfen und sterben in einem Krieg, den sie nicht wollten“, erinnerte die Schulleiterin. Ferner wies sie auf die Flüchtlinge hin, die voller Sorgen und Ängste unterwegs seien auf der Suche nach einem „sicheren Hafen“. „Wir denken an die Menschen aus der Ukraine, die es bis hierhin nach Deutschland geschafft haben.“ Die in Butzbach und Umgebung eine erste Bleibe gefunden haben, wolle die Schulgemeinde willkommen heißen und dafür sorgen, dass es ihnen gut geht, „auch wenn sie sich viele Sorgen um all diejenigen machen, die sie in ihrer Heimat zurücklassen mussten“, so Pfannmüller.

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