Klassik, Rock und Pop zugunsten der Hilfe für geflüchtete Ukrainer

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Klassik, Rock und Pop zugunsten der Hilfe für geflüchtete Ukrainer

Musikschule Butzbach, KonzertChor und „Rock-O-Deal“ treten am Sonntag, 15. Mai, im Bürgerhaus auf

BUTZBACH (pm). Ein „Doppel-Benefizkonzert“ zugunsten der Ukraine-Flüchtlinge erwartet die Zuhörer am Sonntag, 15. Mai, ab 18 Uhr im Bürgerhaus Butzbach. Zusammen mit der Musikschule Butzbach, dem KonzertChor und der Rockmusik-Formation Rock-O-Deal veranstaltet die „Stiftung Kultur und politisches Bewusstsein“ aus Butzbach ein Benefizkonzert zur Unterstützung der Ukraine-Flüchtlinge im heimischen Raum.

Alle beteiligten Künstler verzichten auf ihre Gage und engagieren sich damit ebenso ehrenamtlich wie die Organisatoren. Es wird kein Eintritt erhoben, stattdessen können Spenden geleistet werden, die ohne jegliche Abzüge den beiden Hauptzwecken zugeführt werden: der Beteilung an dem erheblichen Mehraufwand, den die Butzbacher Tafel derzeit wegen der anwesenden Ukrainer zu leisten hat, und einem Programm für ukrainische Kinder während der Sommerferien. Es sollen Tagesfahrten finanziert werden, die ihnen die Region und das Land näher bringen und ihnen dabei Erlebnisse verschaffen, mit denen sie ihren oft belastenden Erfahrungen der jüngeren Vergangenheit etwas entgegensetzen können.

Der Abend wird eröffnet mit kammermusikalischen Stücken in den Besetzungen Duo mit Cello und Klavier sowie Klaviertrio, zu denen die Geige hinzu kommt. Die Interpretierenden Joachim Wagenhäuser, Michael Ernst und Marion Adloff sind seit vielen Jahren Lehrkräfte an der Musikschule Butzbach, absolvierten ihre Ausbildung an verschiedenen Musikhochschulen Deutschlands und sind immer wieder auch in Konzerten zu hören. Gespielt wird zunächst die Triosonate c-Moll von Antonio Vivaldi, deren zwei lebhafte Allegro-Sätze ein einfühlsames Largo umrahmen. Es folgt der erste Satz der Sonate für Klavier und Violoncello A-Dur op. 69 von Ludwig van Beethoven (1770-1827), der ein breites emotionales Spektrum zwischen wunderbar lyrischen Passagen, Robustheit und Brillanz auslotet und die beiden Instrumente fein ausbalanciert. Mit derselben Besetzung wird dann das Kol Nidrei op. 47 von Max Bruch (1838-1920) gespielt (ursprünglich für Cello und Orchester), ein außerordentlich stimmungsvolles romantisches Werk mit Bezug zum jüdischen Jom-Kippur-Fest.

Der KonzertChor Butzbach unter der Leitung von Andreas Ziegler, der ihn im Jahr 2019 übernommen hat, folgen Chorsätze aus dem Oratorium „Elias“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Erzählt wird die alttestamentarische Geschichte des Propheten Elias, die mit ihren Themen um Hunger, Klimakatastrophen und persönlichen Zukunftsängsten, gleichzeitig aber auch Zuversicht aktueller denn je erscheint. Seit zwei Monaten schließen die Chorproben mit Mendelssohns Motette „Verleih uns Frieden gnädiglich“, und so soll es auch zum Ende des ersten, des „klassischen“ Teils des Konzertes sein – passend zum Anlass der gesamten Veranstaltung.

Am Wechsel zum zweiten Teil nach einer ausgedehnten Pause zeigt sich das „Doppelte“ an diesem Konzert, denn die Atmosphäre wird lockerer und launiger, legerer und lauter: Mit der Formation „Rock-O-Deal“ kommen ganz andersartige Töne von der Bühne, die Türen zum Foyer bleiben offen, Ein- und Ausgehen und die Kommunikation zwischen den Zuhörern sind möglich. In der aktuellen Besetzung spielt die Band Rock und Pop aus den 70ern bis heute, in der Besetzung Gitarren, Bass, Schlagzeug und Gesang, daneben kommen auch Geige, Cello und Querflöte zum Einsatz. Wie von den Bandmitgliedern gewünscht, hat die Veranstaltung ein offenes Ende. Auch bei dieser Planung wirkte der geradezu aufgestaute Wunsch mit, nach der langen Pause wieder auftreten und dem heimischen Publikum Live-Musikerlebnisse verschaffen zu können.

„Dass der Abend gleichzeitig dazu beiträgt, viele von den Kriegsereignissen als Opfer Betroffene konkret zu unterstützen, macht ihn um so wertvoller. Auch in dieser Hinsicht werden die Zuhörer also ein Doppel-Benefizkonzert genießen können“, so die Veranstalter.

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