Klippen der Finanzwirtschaft gemeistert

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Klippen der Finanzwirtschaft gemeistert

WÖLFERSHEIM. Aktuelle und ehemalige Bürgermeister, Mitarbeiter der Gemeinschaftskasse Wetterau und Finanzleiter der Gemeinden kamen zu einer kleinen Feierstunde im Sitzungszimmer des Wölfersheimer Rathauses zusammen. Foto: göbel

ZEHNJÄHRIGES –Rückblick auf Erfolgsmodell von sechs Kommunen: Gemeinschaftskasse Wetterau

WÖLFERSHEIM (pi). Seit nunmehr zehn Jahren laufen die Kassengeschäfte von insgesamt sechs Städten und Gemeinden zentral in Wölfersheim zusammen. Die Kommunen Florstadt, Münzenberg, Ober-Mörlen, Reichelsheim und Wölfersheim haben sich zusammengetan und Einsparpotentiale ausgenutzt. Im Jahr 2015 trat mit Echzell die sechste Gemeinde der Gemeinschaftskasse bei. Die Herausforderungen der Finanzwirtschaft packt man seither gemeinsam an. Das Konzept hat sich bewährt, man nutzt nicht nur Einsparpotentiale, sondern profitiert auch von der Spezialisierung der Mitarbeiter und einer gesicherten Vertretung im Krankheits- oder Urlaubsfall. 

Nach den entsprechenden Planungen haben die Mitarbeiter der Mitgliedskommunen zum 1. Januar 2008 den Betrieb aufgenommen. Seitdem werden sämtliche Kassengeschäfte, die Anlagebuchhaltung, die Liquiditätsplanung, die Umsatzsteuervoranmeldung sowie das gesamte Personalabrechnungsverfahren zentral in Wölfersheim erledigt. In den Haushalten der beteiligten Kommunen sind Aufwendungen in Höhe von über 52 Millionen Euro zu finden. Mehr als 100 000 Buchungen werden in jedem Jahr durchgeführt. Für die Bürgerinnen und Bürger hat sich im täglichen Ablauf kaum etwas geändert. Die Rathäuser in den einzelnen Kommunen sind weiterhin Anlaufstelle für alle Anliegen. 

Um das Jubiläum des gemeinsamen Zweckverbandes zu feiern, kamen Vertreter der einzelnen Kommunen in der vergangenen Woche im Wölfersheimer Rathaus zusammen, um auf die Anfangszeit des Zweckverbandes zurückzublicken. Die Gründung eines Verbandes dieser Art war nicht einfach, denn vergleichbare Konstruktionen gab es in Hessen so gut wie nicht. Der damalige Wölfersheimer Bürgermeister Joachim Arnold und sein damaliger Kollege Gerd Wagner gingen darauf ein, dass es für einige der Gemeinden kein leichter Schritt war, sich für die Gemeinschaftskasse auszusprechen und damit Verantwortung abzugeben.

Die Kommunen arbeiten in vielen weiteren Zweckverbänden gut zusammen. Beispiele hierfür sind die Sozialstation Mittlere Wetterau oder auch der Abwasserverband Horlofftal. „Projekte, bei denen unsere Gemeinden ihre Eigenständigkeit bewahren, aber Leistungen gemeinsam besser und effektiver erbracht werden können, sind ein Gewinn für alle Bürger“, so See. „Ich könnte mir noch in einigen anderen Bereichen eine Zusammenarbeit mit unseren Nachbarkommunen vorstellen.“ 

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