Kommissar Rauscher und der Apfelwein

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Kommissar Rauscher und der Apfelwein

Foto: dreut

KRIMIABEND – Autor und Verleger Gerd Fischer liest in Kelterei Müller / Songs von Jazzsängerin Jutta Loskill

OSTHEIM (dt). Er war bisher stets früh ausverkauft, der alljährliche „Hessische Krimiabend“ im Alten Saal der Kelterei Müller in Ostheim. Es ist die besondere Atmosphäre, die Stimmung und das Ambiente, das die Zuhörer mitnimmt in eine – meist auch heiter gestimmte – regionale Krimiwelt. So war es auch am Dienstagabend beim nunmehr dritten Event dieser Art, das wieder gemeinsam mit der Buchhandlung Bindernagel veranstaltet wurde. Hauptakteure waren zum einen der Frankfurter Verleger und Autor Gerd Fischer mit der Lesung aus seinem neuesten Krimi „Ebbelwoijunkie“ und zum anderen die renommierte Frankfurter Jazzsängerin Jutta Loskill, die mit ihrer beeindruckenden, exzellenten Stimme die Lesepausen gestaltete. 

Autor Fischer hatte das erste Kapitel seines mittlerweile neunten Erfolgskrimis rund um den Frankfurter Kommissar Andreas Rauscher mit der Überschrift „Schreib’s auf den Deckel“ versehen und stieg damit in seine Lesung ein. Die strangulierte Leiche des bekannten fiktiven EU-Politikers Dr. Hans-Georg Schumann wird darin gefunden. Schumann gilt als EU-Hardliner bei Gesetzesvorschlägen rund um den Apfelwein. So war bei der EU – und das beruht auf realen Fakten – geplant, dass der Apfelwein nicht mehr als „Wein“ deklariert werden dürfe, weil er nicht auf der Basis von Trauben hergestellt wird. Daneben sollte der „Bembel“ beim Ausschank in Gaststätten verboten und durch ein Glasgefäß – mit erkennbarem Eichstrich versehen – ersetzt werden.  Schumann hat ein neues – zugegeben fiktives – skurriles Gesetz gegen das Frankfurter Nationalgetränk in der Tasche, in dem für jeden EU-Bürger der Genuss von Apfelwein – aus gesundheitlichen Gründen – pro Tag auf ein Glas von 200 Milliliter beschränkt werden sollte.

Mit ausdrucksstarken Songs wie „Moon over Bourbon Street“, „What a wonderful World“, „Bad Moon rising”, aber auch deutschen Schlagern wie Trude Herrs „Ich will keine Schokolade” oder „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“ verkürzte Sängerin Jutta Loskill die Lesepausen. Mit Reinhard Meys legendärem Song „Der Mörder ist immer der Gärtner“, bei dem es am Ende dann doch der Butler war, beendete Loskill den Abend, wobei es diesmal weder der Gärtner noch der Butler war, versicherte Autor Gerd Fischer beim abschließenden signieren seiner Bücher.   

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