Komödie „Was gibt’s mit Omma und Obba?“ war wieder Publikumserfolg

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Komödie „Was gibt’s mit Omma und Obba?“ war wieder Publikumserfolg

Viel Applaus für „Frohsinn“-Theater aus der Feder von Roswitha Häuser

Nieder-Weisel (rtz). In Nieder-Weisel war mal wieder Theaterzeit. Der Gesangverein „Frohsinn“ Nieder-Weisel brachte  am Wochenende die Komödie „Was gibt’s mit Omma und Obba?“ auf die Bühne. Zu beiden Aufführungen des Dreiakters am Freitag und am Samstag waren viele Besucher in die Mehrzweckhalle gekommen, unter ihnen auch Bürgermeister Michael Merle und der Vorsitzende des Vereinsrings Butzbach Robert Werner.

Das Reisebüro Taunusblick ist sehr heruntergekommen und steht vor dem Ruin. Wenn sich nicht bald etwas ändert, muss die Reisebürokauffrau Elfriede Straußenfeder (Mareike Hartmann) Insolvenz anmelden. Sie ist verzweifelt und auch die tröstenden Worte ihres Freundes Freddy (Patrik Bender), der als Schafhirt arbeitet, helfen nicht. Eines Tages erscheint Marie-Luise Qualfisch (Bianca Marx) von Glückskleereisen und hilft ihr aus der Patsche. Innerhalb von zwei Tagen ist das Reisebüro neu gestaltet und wie durch ein Wunder kommen plötzlich Reiselustige und buchen ihren Urlaub.

So bucht auch der jung verheiratete Ingo Kriebelmücke (Tom Richter) mit Unterstützung seiner Mutter Regina Kriebelmücke (Beate Mädel) eine Kreuzfahrt. Aber da gibt es ein Riesenproblem: Wohin mit Oma und Opa, man kann die Großeltern ja nicht allein zu Hause lassen, es könnte ja etwas passieren, also was tun? Das Einfachste ist ein zeitweiliger Aufenthalt in einem Altersheim. Doch die noch sehr fitten Paul-August (Dirk Bruning) und Hermine Nelkenzwerg (Claudia Krausgrill) lassen sich nicht so einfach abschieben. Heimlich buchen sie bei Elfriede Straußenfeder dieselbe Kreuzfahrt.

Nach einer Pause ging es weiter an Bord des Kreuzfahrtschiffes „First Lady 13“. Kapitän Oliver van der Meeren (Bernd Kahmann) und Stewardess Victoria Geduldig (Diana Pawlowski) begrüßen persönlich die eintreffenden Gäste. Darunter befinden sich auch Elfi Straußenfeder und ihr Freund Freddy, denn Elfi hat als Belohnung für den Verkauf der restlichen Kreuzfahrtplätze diese Reise geschenkt bekommen. Da Mutter Regina Kriebelmücke ihren Sohn Ingo weiter mit Beschlag belegt, fühlt sich dessen neue Frau Jessica Kriebelmücke (Isabella Bergweiler) vernachlässigt und ist traurig. Doch Oma und Opa Nelkenzwerg nehmen sich ihrer an. Auch der Ehemann von Regina, Professor Lothar Kriebelmücke (Gerhard Häuser), sowie Elfi und Freddy schließen sich der Gruppe an.

Zunächst lassen sich alle von Barkeeperin Giorgina Carnevali (1. Vorsitzende Susanne Maas-Amos) leckere Cocktails mixen. Dann spielen sie Regina und Ingo vor, dass sie angetrunken sind und dass Lothar sich an Jessica heranmacht. Regina ist entsetzt und sprachlos und zieht beleidigt von dannen. Ingo aber will sich ab jetzt besser um seine junge Frau Jessica kümmern. Schließlich gesteht Freddy seiner Elfi, dass er eigentlich Frederik van der Meeren heißt, der Sohn des Kapitäns und von Beruf eigentlich Steuermann ist. Der Job als Schafhirt war für ihn nur eine Auszeit. Die Idee, Elfis Reisebüro zu unterstützen und damit ihr Selbstbewusstsein zu stärken, stammt von Vater und Kapitän Oliver. Und es hat funktioniert. Nun geht Freddy auf die Knie und bittet Elfi, ihn zu heiraten.

Überzeugend spielten sich die einzelnen Charaktere des Stückes durch turbulente wie komische Szenen, aber auch durch stille Momente. Sie nahmen die Zuschauer in jeder Phase mit und erhielten damit durchgängig diese erwartungsvolle Grundspannung, in der der Zuschauer bis zum Schluss immer wieder überrascht wird. Alle Darsteller hatten sichtlich viel Spaß an ihren Rollen.

Als Souffleuse fungierte Ulrike Kahmann. Die Tontechnik besorgten Olli Weber und Team. Und für Text und Regie zeichnete Roswitha Häuser verantwortlich. Am Einlass, im Saal und hinter der Bühne halfen auch die anderen Mitglieder des „Frohsinn“. Ein besonderer Dank geht an die KG Narrenzunft Nieder-Weisel e.V. für die Unterstützung am Samstagabend hinter der Theke und in der Küche Zum Schluss kamen alle Akteure auf die Bühne und erhielten von den dankbaren Zuschauern für ihre Leistung lang anhaltendem Beifall.

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