Kleidung aus Gras und Fellen
11. Oktober 2017
Bad Brückenau beeindruckte Rockenberger Senioren
11. Oktober 2017

Konversion bringt mehr Wohnraum

Planungen in Butzbach mehrere Projekte in Arbeit/ Flächen werden „sinnvoll weiterentwickelt

BUTZBACH (thg). Die Butzbacher Farbenfabrik ist Geschichte. Kürzlich stellte der Projektentwickler in einer öffentlichen Ausschusssitzung die neueste Planung für das Wohnen am Bahnhof vor (die BZ berichtete). In der Weidigstadt wird an mehreren Stellen an der Vergrößerung des Wohnraumangebots gearbeitet.

„Ziel ist es, die Industriebrachen und Schandflecke in den Griff zu kriegen.“ Das sagte Bürgermeister Michael Merle beim Blick auf die bevorstehenden und die bisherigen Wohngebietsentwicklungen im Butzbacher Stadtgebiet. Denn nach dem Gelände der ehemaligen Landmaschinenfabrik und der früheren amerikanischen Wohnsiedlung im Degerfeld würden nun mit dem Areal am Bahnhof und dem Gebiet um die frühere Nudelfabrik die Konversionsprozesse in der Stadt ebenso fortgeführt wie mit der Schaffung von Wohnraum nach Abriss des Postgebäudes an der Großen Wendelstraße.

Hinzu kommt als Wohngebietsentwicklung noch die Umwandlung des Bereichs, auf dem im Fischwiesenweg ein Baustoffhandel angesiedelt war und das hinter dem Ostbahnhof-Sportplatz liegende Land.

,,Die Fülle der Konversionsprojekte könnte die Stadt allein nicht stemmen“, unterstrich Merle. Dazu benötige sie auswärtige Entwickler.

Bedeutend sei dabei, dass die Umwelt davon profitiere, weil Bestandsflächen sinnvoll weiterentwickelt würden. Etwa 200 Wohnungen entstehen im Bereich Bahnhof/ Alte Post, wenn die Pläne so umgesetzt werden, wie sie jüngst vorgestellt wurden. Auf dem früheren Baustoffhandel-Bereich existiert ein rechtskräftiger Bebauungsplan. Der Entwickler arbeite dort an der Umsetzung eines Wohnbauprojekts, das den Namen Römer-Carree trägt. Für zwei Mehrfamilienhäuser lägen Bauanträge vor. Für eine weitergehende Bebauung müsse noch die Erschließung fortgesetzt werden, berichtete Merle.

Für das Gebiet an der früheren Nudelfabrik läuft das Bebauungsplanverfahren. Voraussichtlich noch in diesem Jahr würden sich die städtischen Gremien erneut mit dem Thema beschäftigen nach Offenlage, Auswertung und Abwägung der Eingaben.

Wie es hinter dem Sportplatz am Ostbahnhof weitergeht, müsse abgewartet werden. Dort wolle der private Entwickler derzeit Eigentümer von Grund und Boden werden. Und abgesehen von dem – in der Kernstadt aktuell überwiegenden Geschosswohnungsbau sollen in Nieder-Weisel (die BZ berichtete) oder Ostheim weitere klassische Neubaugebiete entstehen, an deren Umsetzung gearbeitet wird.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.