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„Kostenloses Marketing“ im Schlosshof

BUTZBACH. Die Open-Air-Konzerte im Butzbacher Schlosshof hatten rund 9000 Besucher und haben sich in Butzbach inzwischen etabliert. 

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KONZERTE – Bürgermeister Merle zieht positive Bilanz / Erster Stadtrat Schütz im Plausch mit Roland Kaiser

BUTZBACH (thg). Eine positive Bilanz der Open-Air-Veranstaltungen im Butzbacher Schlosshof zog gestern Bürgermeister Michael Merle. Neben dem Freiluftkino sei die Stadt auch mit den Konzerten „hochzufrieden“. Erster Stadtrat Manfred Schütz, der die Konzerte besucht hatte, bestätigte dies. 5000 Menschen seien am Freitag und 4000 am Sonntag vor die Bühne gekommen. 

Merle sagte, dass die Kulturveranstaltungen allesamt in der Stadt erfolgreich seien. Er nannte unter anderem das Weinfest, das deutsch-italienische Fest und das bevorstehende Altstadtfest. Open-Air-Kino und -Konzerte seien „die beste Werbung für die Stadt, die man sich vorstellen kann“, die breit gestreute Konzert-Werbung sei gleichzeitig kostenloses Marketing für die Stadt. Die Innenstadt profitiere davon, beispielsweise die Gastronomie. Und Merle ist sich sicher, dass einige Konzertbesucher nicht nur einmal kommen. „Das ist ein Mehrwert, den man so nicht messen kann.“

Schütz berichtete, dass Roland Kaiser vom Ambiente im Schlosshof begeistert gewesen sei. Die beiden hätten sich locker unterhalten, Kaiser sei unkompliziert gewesen rund um den Eintrag ins goldene Buch der Stadt. Auch Wincent Weiss und Lea hatten sich ins Ehrengäste-Buch eingetragen, wie Schütz berichtete. Weiss sei ganz begeistert gewesen, denn das habe er noch nie machen dürfen. Er habe auch gleich sein Smartphone gezückt und Fotos gemacht. 

Der Konzertveranstalter Depro ist laut Merle daran interessiert, auch im kommenden Jahr Open-Air-Konzerte in der Weidigstadt zu veranstalten. Darüber sei man miteinander im Gespräch. „Der Wunsch von Depro ist es, das Angebot von zwei auf drei Abende zu erweitern.“ Ob dies eintritt oder auch wer dann auftreten könnte, ist derzeit noch offen. 

Ansonsten ist eine Ausweitung der Zahl der Großveranstaltungen nicht vorgesehen. Denn es müsse nicht immer groß sein, wie beispielsweise die Lese-Wiese im Museumshof zeige. „Der Mix macht’s“, so der Bürgermeister. Das Grundgerüst des Veranstaltungskalenders sei gut. „Das spricht für den Standort.“ Ziel sei es auch, bestehende Veranstaltungen weiter aufzuwerten. Und Merle nannte auch die Stadtführungen als wichtiges Element. „Sie bieten eine breite Themenpalette.“ 

In den Stadtteilen leisteten die Vereine die Veranstaltungen. Der Vereinsring erfülle dabei eine wichtige Funktion. „Die Stadt unterstützt den Vereinsring mit dem neuen Büro und auch personell“, so Merle. In den Stadtteilen seien die Strukturen gewachsen und funktionierten gut. Die Stadt solle den Vereinen in Zeiten der abnehmenden Zahl Ehrenamtlicher etwas „an die Hand geben“, damit sie autark bleiben könnten. 

„Das Museum der Stadt Butzbach ist als Kulturzentrum nicht mehr wegzudenken“, unterstrich Merle. Es sei keine reine Ausstellungshalle mehr. Auch dort gebe es viele Angebote in städtischer Regie. Denn Kultur müsse auch erschwinglich bleiben. 

Allerdings treibe ihn die Frage um, wie mehr junge Leute dafür zu interessieren seien. Als positive Beispiele nannte er die Einbindung der Schüler von Butzbacher Schulen etwa in die Gedenkveranstaltungen am Volkstrauertag auf der Kriegsgräberstätte in Nieder-Weisel oder am 9. November, dem Jahrestag der Reichspogromnacht. Unter anderem im Zusammenhang mit dem historischen Gedenken und der Erinnerungskultur seien auch die Städtepartnerschaften bedeutend und nicht zu unterschätzen. In Italien und Frankreich gehe man anders mit dem Gedenken um. 

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