Kreis soll mit Stadt Butzbach Gespräche über Hubertus aufnehmen

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Kreis soll mit Stadt Butzbach Gespräche über Hubertus aufnehmen

WETTERAUKREIS. Der Kreistag beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Jugendgästehaus „Hubertus“. Die Butzbacher Stadtverordnetenversammlung hatte beschlossen, dass der Magistrat Gespräche mit dem Kreis über eine Übernahme führen soll. Dem stimmte der Kreistag nun zu. Im Raum stand ein Verkauf zum Preis von einem Euro mit zusätzlicher Zahlung. Einzelne Stimmen befürworten den Verbleib im Eigentum des Kreises.

Kreisjugendheim Thema im Kreistag / Grüne sehen „keinen Grund, warum sich Kreis zurückziehen sollte“

WETTERAUKREIS (ka). Mit der Zukunft des leerstehenden Kreisjugendheims Hubertus bei Butzbach-Bodenrod befassten sich die Kreistagsabgeordneten am Mittwoch. Sie billigten die geplanten Verhandlungen mit Vertretern der Stadt Butzbach. Deren Bürgermeister Michael Merle hat Anfang Dezember bei Landrat Jan Weckler ein Kauf-Interesse bekundet. 

Die Freien Wähler scheiterten mit dem Versuch, bereits einen Preis für das weitläufige Areal im Wald festzulegen. Die Stadt Butzbach solle es für einen Euro bekommen. Der Kreis solle dann noch 1,5 bis zwei Millionen Euro für die Sanierung der Häuser draufgeben, heißt es in dem von Erich Spamer unterzeichneten Antrag. Die Butzbacher seien einfach näher an der Immobilie dran, erläuterte Spamer. „Das Haus kostet uns nur Geld, Geld, Geld – außer Diskutieren kommt nichts raus!“ 

Doch Christine Jäger (SPD) warnte vor hastigen Entscheidungen: „Wir wissen nicht, was die Butzbacher wirklich wollen.“ Das früher von vielen Schulklassen besuchte Jugendheim müsse in kommunaler Hand bleiben. 

Thomas Zebunke (Grüne) sieht „keinen Grund, warum sich der Kreis von Hubertus zurückziehen sollte“. Es gebe noch keine Bedarfsermittlung und keine Kostenaufstellung; es sei auch noch nicht klar, ob der Kauf des Jugendheims in Butzbach wirklich eine Mehrheit finde.

Das drei Hektar große Hubertus-Gelände wurde vom Kreis seit 1949 bis 2015 als Jugendgästehaus betrieben. Es werde weiter für diesen Zweck gebraucht, fordert der von Kreispolitikern und Sozialverbänden getragene Jugendhilfeausschuss.  Nach langen Debatten wurde Anfang 2020 eine  Machbarkeitsstudie vorgelegt, die dann in der Schublade landete. Schon 2019 regte das Planungsbüro aus Hamburg an, moderne Doppel- und Vierbettzimmer mit 120 Betten für Jugendgruppen und Touristen auf Hubertus einzurichten.  Auch ein „Mobilhafen“ für  Wohnmobilisten wäre sinnvoll. Der Umbau würde den Kreis allerdings mehr als drei Millionen Euro kosten.

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