Kreis untersagt Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen wegen Trockenheit

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Kreis untersagt Wasserentnahme aus Flüssen und Bächen wegen Trockenheit

Anordnung ab 1. Juli / Bußgeld bei Verstößen / Gießkanne auffüllen erlaubt / Landrat ruft zu Wassersparen auf

WETTERAUKREIS (pdw). Der Wetteraukreis untersagt ab dem 1. Juli per Anordnung die Wasserentnahme aus Bächen und Flüssen. Stellenweise seien Gewässer schon gänzlich trocken gefallen. „Um eine zusätzliche Belastung des Ökosystems zu verhindern, haben wir uns dazu entschieden, den Eigentümer- und Anliegerverbrauch zu beschränken“, teilt Landrat Jan Weckler mit. 

Die bis zum 30. November Anordnung betrifft insbesondere die Eigentümer und Anlieger der Gewässer. Das Schöpfen mit Handgefäßen ist im Rahmen des Gemeingebrauchs weiterhin zulässig: Wer also mit der Gießkanne am benachbarten Fluss Wasser schöpft, ist von dieser Regelung nicht betroffen. Der Einsatz von elektrischen oder benzinbetriebenen Pumpen ist hingegen verboten. Ein Verstoß gegen die Verfügung kann mit empfindlichen Bußgeldern geahndet werden.

Gleichzeitig appelliert Landrat Weckler an alle Bürger, in jeglicher Hinsicht sparsam mit Wasser umzugehen: „Leider zeigen sich die Folgen des trockenen Frühjahrs nun auch ganz deutlich an sinkenden Pegelständen unserer Gewässer. Daher ist ein behutsamer Umgang mit der Ressource Wasser geboten.“

Wie sehr die Pegelstände in den Gewässern zurückgegangen sind, kann im Internet unter www.hlnug.de verfolgt werden. Das Landesamt für Naturschutz, Umwelt und Geologie misst regelmäßig an 108 Stellen die Pegelstände von Bächen und Flüssen der Nidda und an der Wetter, vor Trais-Münzenberg.

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