Kunst und Kultur sind die guten Seiten des menschlichen Lebens

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Kunst und Kultur sind die guten Seiten des menschlichen Lebens

BUTZBACH. Bürgermeister Michael Merle dankte der Vorsitzenden des Künstlerkreises, Gabi Janovich,  stellvertretend mit einem Blumengebinde Text + Fotos: dt

Vernissage zur Frühjahrsaustellung des Butzbacher Künstlerkreises im Museum 

BUTZBACH (dt). „Kunst und Kultur sind die guten Seiten des menschlichen Leben.“ So Butzbachs Bürgermeister Michael Merle in seinem Grußwort am Samstagnachmittag zur traditionellen Frühlings-Vernissage des Künstlerkreises. Das Stadtoberhaupt dankte der Vorsitzenden des Künstlerkreises, Gabi Janovich, stellvertretend mit einem Blumengebinde, bezeichnete Kunst und Kultur in schwierigen Zeiten als „Balsam für die Seele“ und eröffnete mit der Vorsitzenden gemeinsam vor zahlreichen angemeldeten Besuchern die Ausstellung, die in der Vergangenheit traditionell immer am Faselmarkts-Wochenende stattgefunden hatte. Die Schau, in der in diesem Frühjahr 14 Mitglieder des Künstlerkreises ihre Werke präsentieren, läuft zu den Öffnungszeiten des Museums bis einschließlich Gründonnerstag.

Das Musikerduo „The Scones“ mit Peter Bayer und Kurt Tippmann umrahmte die Vernissage mit irischen Instrumental- und Songstücken (u.a. „Dirty Old Town“ und „Madame Bonaparte“). Gabi Janovich betonte in ihrer Begrüßungsansprache: „Wenn der Frühling mit all seinem Licht, frischen Grün und den bunten Farben Einzug hält, wollen auch wir die Butzbacher mit bunten Farben und hellem Licht begrüßen.“ Das habe eine besondere Bedeutung in diesen Tagen von Zerstörung und Tod, in denen wir von Menschen hörten, die ihr Zuhause verlören und auf der Flucht seien in eine ungewisse Zukunft.

BUTZBACH. Umrahmt wurde die Vernissage des Künstlerkreises im Museum am Samstagnachmittag vom Duo „The Scones“ mit Peter Bayer und Kurt Tippmann mit irischer Musik. Foto: dreut

Der Butzbacher Künstlerkreis habe aktuell 45 Mitglieder, von denen etwa die Hälfte aktiv tätig sei. 14 Künstlerinnen und Künstler stellten diesmal ihre Werke der Öffentlichkeit vor. Die verwendeten Techniken umfassten Acryl auf Leinwand, Öl auf Leinwand oder Holz, Ölkreide, Bienenwachs, Polychromstifte und Buntstifte mit farbenfrohen, aber auch dezenten Motiven auf Papier. Ergänzend zu sehen gebe es Skulpturen von Wolfgang Meckel aus Marmor, Stein und Holz und Goldschmuck mit edlen Steinen von Stefan Euler. Vertreten seien in den Gemälden unterschiedliche Stilrichtungen, etwa des Realismus bis hin zur impressionistischen, expressionistischen und abstrakten Malerei; auch Pop-Art und Symbolismus seien vorhanden. 

Janovich gab danach einen Einblick in die Arbeit des Künstlerkreises und charakterisierte die beteiligten Künstler kurz in ihrem Schaffen. Holde Stubenrauch male vorwiegend Menschen, Landschaften und Blumenmotive und beziehe mit ihrem Bild „Planet Erde“ auch kritische Position zur Umweltproblematik. Susanne Bennemann verwende unterschiedliche Techniken mit Tier-, Natur- und Landschaftsmotiven, die teilweise in mystische Welten führten. Renate Radermacher-Nick beeindrucke mit ihren Bilderbüchern und spiegele in ihren Bildern eine tiefe Naturverbundenheit. 

BUTZBACH. Diese Steinskulptur von Wolfgang Meckel ist ebenfalls in der Frühjahrsausstellung der Butzbacher Künstler im Museum zu sehen. Foto: dreut

Karin Scholl zeige Blumen, Landschaften, Tiere und arbeite an vielfältigen Betonfiguren. Gaby Kruschke verwende Ölmalerei, Pastellkreide und Kohlestaub, insbesondere bei ihren lebensnahen und lebhaften Tierdarstellungen. Für die aktuelle Ausstellung habe sie eine Serie von Bildern in „Pouring-Technik“ ausgeführt, wobei ein Storchenpaar als Motiv beeindrucke. Christian Grunewald hatte diesmal das Plakatbild gemalt und zeige Bilder im Pop-Art-Stil voller Symbolismus, wobei er auch Akzente zu metaphysischen Themen setze. Reinhard Schaaf male in Öl, Pastell, Aquarell und Tusche; herausragend diesmal seine atmosphärisch dichte Darstellung des Butzbacher Schlosses. Martina Jochem lasse mit ihren abstrakten Bildern dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. 

Bernhard Kensy zeichne mit Kohle und Bleistift vorwiegend Menschen und Tiere sowie beeindruckende Porträts. Monika Philipp bekennt: „Ich male mir die Welt, wie ich sie gern hätte“ – und bevorzugt Motive aus Natur, Wasser. Himmel oder auch die Burg Münzenberg. Gabi Janovich malt blühende Gärten und Parks und präsentiert diesmal zwei Bilder als Hommage an Friedrich Hundertwasser. Die siebenjährige Clara Umathum ist das jüngste Mitglied des Künstlerkreises und zeichnet mit kräftigen Farben Naturbilder.

In ihrer Begrüßungsansprache als Hausherrin im Museum fordert Dr. Maya Großmann die jetzigen und künftigen Ausstellungsbesucher auf, die „Aura eines jeden Originals wahrzunehmen“. Kunst und Kultur seien ein unabdingbares Muss im menschlichen Leben wie Essen und Trinken. Sie zeigte sich in der aktuellen Ausstellung tief beeindruckt von einer „dynamischen, schwungvollen und unglaublich spannenden“ Skulptur Wolfgang Meckels und von Renate Radermacher-Nicks Oster-Bilderbuch „Mumpi sucht den Frühling“, in dem Texte und Bilder „qualitativ gleichwertig“ nebeneinander ständen.

 

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