Land will Kreisverkehr nicht bezahlen

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Land will Kreisverkehr nicht bezahlen

Burgweg Bürgermeister Manfred Wetz erläutert den aktuellen Sachstand im Bebauungsplanverfahren

ROCKENBERG (thg). In der jüngsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses berichtete Bürgermeister Manfred Wetz über den aktuellen Stand der Bebauungsplanverfahren „Burgweg“ und „Rockenberg Süd“. Unter anderem war die Anlage des Kreisverkehrs Thema. 

Hessen Mobil habe zum Beschluss der Gemeindevertretung eine Stellungnahme abgegeben. Das bereits erstellte Verkehrs-Gutachten müsse in Bezug auf die vierte Zufahrt zum Kreisel überarbeitet werden. Die überarbeitete Planung müsse mit Hessen Mobil und dem Wetteraukreis unter dem Aspekt Schulwegsicherheit besprochen werden. Das Ergebnis fließe in die Unterlagen zur zweiten Offenlage des Bebauungsplans ein. „Wie bereits mitgeteilt, wird das zu einer zeitlichen Verzögerung des Bebauungsplanverfahrens führen“, so Wetz. 

Gemäß einer Skizze für den Kreisverkehr gibt es eine leichte Überschneidung mit einem benachbarten Bebauungsplan. Auch dies sei im weiteren Verfahren zu berücksichtigen, so Wetz auf Anfrage. „Wir brauchen einen Beschluss der Verbandskammer“, sagte er mit Blick auf den Regionalen Flächennutzungsplan. 

Argumentiert wurde für den Kreisel unter anderem mit dem besseren Verkehrsfluss als an einer Ampelkreuzung. Die Mehrkosten, die zu tragen seien, dienten als Gegenargument. Hessen Mobil hatte klargemacht, dass ein Kreisverkehr nicht bezahlt werde. Es sei denn, die Gemeinde weist nach, dass er erforderlich sei. Wie Wetz sagte, lasse die Gemeinde dies nun prüfen. 

Ziel ist es, dass im nächsten Frühjahr oder Sommer ein Bebauungsplan vorliegt, der rechtskräftig ist, so der Bürgermeister. Dann würden die Ausschreibungen erfolgen. So habe er es in der Bürgerversammlung zum Verfahren gesagt. Aber das sei vor dem, Beschluss der Kreisel-Variante gewesen. 

Im Bebauungsplan-Gebiet sollen auch archäologische Grabungen stattfinden. Etwa 200 000 Euro seien dafür zu veranschlagen. Abschnittweise werde ab September bis ins kommende Frühjahr das Gelände unter die Lupe genommen. 

Was die neue Grundschule betrifft, gebe es derzeit keine Neuigkeiten. Der Wetteraukreis hat zwar Haushaltsmittel für das Projekt bereitgestellt, weil man sich aber in der „Planungsphase null“ befinde, sei ein Gespräch abgesagt worden. 

Der Standort der „Energiezentrale“, die auf dem künftigen Feuerwehrgelände eingerichtet werden und für die Wärmeversorgung des Burgwegs dienen soll, wurde zwischenzeitlich festgelegt. 

Die Abrissarbeiten an der Kläranlage Rockenberg sollen bis zum nächsten Frühjahr abgeschlossen sein. Versorgungsleitungen werden im Zuge der Arbeiten zur Erweiterung des Stauraumvolumens in Verlängerung der Mühlgasse von der Energie und Versorgung Butzbach verlegt. Baubeginn soll Ende Oktober bei einer Bauzeit von 15 Monaten sein. 

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