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Landesbahn baut im Industriegebiet Nord Werkstatt für 70 Millionen Euro

Unternehmen investiert „für Qualität und Zuverlässigkeit“ und schafft 65 Arbeitsplätze in Butzbach

BUTZBACH (thg). Die Hessische Landesbahn (HLB) investiert in Butzbach 70 Millionen Euro. Mit dem Bau einer neuen Schienenfahrzeug-Werkstatt setzt das Unternehmen nach eigenen Angaben einen weiteren Meilenstein seiner Geschichte. 

Die neue, 150 Meter lange Zen-tralwerkstatt wird im Industriegebiet Nord gebaut, hinter dem Voestalpine-Gebäude. Butzbachern dürfte das Gelände als die frühere Faun-Teststrecke bekannt sein. 70 000 Quadratmeter groß ist das Gelände. Neben dem reinen Werkstattbereich werden auch Verwaltungs- und Sozialräume für rund 65 Mitarbeiter entstehen.

Derzeit laufen die Vorbereitungen für das notwendige Planfeststellungsverfahren, wie die HLB mitteilt. Der Betrieb soll 2024 starten. Die HLB möchte in dem Neubau nicht nur die eigenen Schienenfahrzeuge instandhalten, sondern auch Instandhaltungsdienstleistungen für Dritte anbieten. 

„Unser Ziel ist es mit der neuen Werkstatt die Wertschöpfung im Unternehmen zu erhöhen, die Qualität der Instandhaltung zu verbessern und damit die Zuverlässigkeit der Angebote für unsere Fahrgäste und die Aufgabenträger zu stärken“, erklärte HLB-Geschäftsführer Veit Salzmann. Unter anderem hatte die HLB bereits die Mietverträge für das ehemalige Ostbahnhof-Gebäude gekündigt. Es wird wieder für Unternehmenszwecke benötigt. 

Im vergangenen Jahr machte die HLB einen Umsatz von 278 Millionen Euro. Trotz der Corona-Pandemie verzeichnete das Eisenbahnverkehrsunternehmen ein Ergebnis von 1,4 Millionen Euro. Inklusive Beteiligungsunternehmen lag das Konzernergebnis bei 2,7 Millionen Euro.

Auch für die kommenden 15 Jahre habe sich die HLB bereits gut aufgestellt. Gleich drei internationale Ausschreibungen habe das Landesunternehmen in diesem und im vergangenen Jahr für sich entscheiden können. Damit erhöhe sich die Verkehrsleistung des Unternehmens von derzeit circa 16 Millionen auf rund 20 Millionen Zugkilometer im Jahr 2025. 

Ab Dezember 2023 betreibt die HLB erstmals den „Mittelhessenexpress“ und hat sich damit gegen den bisherigen Betreiber, DB Regio AG, im Wettbewerb durchgesetzt. „Dieser Auftrag hat für uns eine sehr große wirtschaftliche Bedeutung, denn wir können unsere Leistungen langfristig in unserer Kernregion weiter ausbauen. Wir werden den Fahrgästen auf dieser zentralen wichtigen Verkehrsachse mit modernen Neufahrzeugen ein zuverlässiges komfortables Angebot anbieten“, so HLB-Geschäftsführer Salzmann.

Außerdem verteidigte das Unternehmen 2020 das bestehende Wetterau-Netz. Ab Dezember 2022 kommen dort fabrikneue Fahrzeuge zum Einsatz, die die Fahrgäste noch besser an den Ballungsraum Frankfurt anbinden.

Zusätzlich fährt die HLB auch nach 2023 weiterhin im „Lahntal-Vogelsberg-Rhön“-Netz. Auch dort wird das Angebot der Verkehrsleistungen gemeinsam mit dem Rhein-Main-Verkehrsverbund ausgeweitet.

„Wir haben 2020 die Weichen für eine sichere und dynamische Entwicklung unseres Unternehmens am Markt geschaffen und bleiben damit auch weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber mit sicheren Arbeitsplätzen“, teilt Salzmann mit.

Allein im vergangenen Jahr habe das Unternehmen 20 neue Arbeitsplätze geschaffen und die Mitarbeiterzahl damit auf 1960 erhöht. Neben Investitionen in die Zukunft beschäftige sich die HLB schwerpunktmäßig mit alternativen Antriebstechniken und der Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter. Damit erwarte die HLB auch für 2021 erneut ein positives wirtschaftliches Ergebnis von etwa 2,1 Millionen Euro.

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