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Landrat warnt vor Party-Wochenende

Jan Weckler: Einschränkungen sind notwendig, um Kontaktmöglichkeiten zu verringern

WETTERAUKREIS (pdw). „Die am gestrigen Mittwoch zwischen Kanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten getroffenen Vereinbarungen zur Beschränkung von Kontakten und der Schließung vieler Einrichtungen sind leider notwendig“, findet Landrat Jan Weckler. 

„Natürlich wird man immer über die eine oder andere Maßnahme kontrovers diskutieren können. Aber im Kern geht es darum, Kontaktmöglichkeiten zu verringern. Wir haben schon heute mehr Menschen mit einer COVID-Infektion in den Krankenhäusern als im März und April dieses Jahres. Trotz der jetzt beschlossenen Maßnahmen wird deren Zahl noch deutlich steigen und die Kliniken werden an den Rand ihrer Möglichkeiten stoßen. Erschwerend kommt hinzu, dass auch Angehörige der medizinischen Berufe vermehrt von der Infektion betroffen sind, die zunehmende Zahl von Patienten muss von weniger Fachpersonal versorgt werden. Hier müssen wir dringend gegensteuern. Ziel muss es sein, dass unsere medizinische Infrastruktur nicht kollabiert. Daher müssen wir alle unseren Beitrag leisten, das Virus einzudämmen. Und das geht nur über Kontakteinschränkung. Wenige Kontakte sind tödlich für das Virus und lebensrettend für uns Menschen. Und genau das wollen wir erreichen,“ so Weckler.

Warnung vor Party-Wochenende

Landrat Weckler warnte in diesem Zusammenhang vor ausschweifenden Feiern am Wochenende, bevor die Restriktionen in Kraft treten. Schon jetzt gelte eine Höchstzahl von zehn Personen für Feiern. Die Polizei und die Ordnungsbehörden werden am Wochenende verschärft die Einhaltung kontrollieren: „Wir alle sind jetzt gefordert, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung  die Verbreitung der Infektion zu stoppen. Dafür muss jeder und jede Einzelne Verantwortung übernehmen.“ 

Zur Unterstützung von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wurden am Mittwoch 3100 Liter Desinfektionsmittel, knapp 130 000 Stück Mund-Nasen-Schutz, 32 530 Stück FFP-Masken, 144 500 Handschuhe, knapp 2000 Face Shields und 2000 Schutzbrillen aus einer Lieferung des Landes Hessen ausgegeben. 

Inzidenz bei 79,5

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der genesenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, gibt es aktuell im Wetteraukreis 453 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne.

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