„Lebensmittelanbieter nicht bereit zu Läden in Innenstadt oder Degerfeld“

„Lebensmittelanbieter nicht bereit zu Läden in Innenstadt oder Degerfeld“
11. Februar 2021
Ausgediente Möbel aus Kita: Zweite Verwendung in Ungarn
11. Februar 2021

„Lebensmittelanbieter nicht bereit zu Läden in Innenstadt oder Degerfeld“

SPD-Fraktionsvorsitzende Dick-Wenzel geht auf Diskussion um Nahversorgung auch in Stadtteilen ein

BUTZBACH (pm). In einer Pressemitteilung greift die SPD-Fraktionsvorsitzende Vera Dick-Wenzel die Situation der Lebensmittelversorgung in den Stadtteilen und in der Innenstadt auf. Sie sei nicht flächendeckend gewährleistet. „Wer nicht mit dem Auto oder Fahrrad zu den Supermärkten fahren kann, ist aufgeschmissen“, so Dick-Wenzel. Es helfe daher überhaupt nicht, gebetsmühlenartig eine Nahversorgung für das Degerfeld oder für die Innenstadt zu fordern, wenn sich kein Unternehmen bereit erklärt, dort ein Geschäft zu betreiben. 

„Lebensmittelanbieter betreiben heute nur noch Märkte mit einer Größe von 1500 Quadratmeter Fläche und grundsätzlich werden Parkplätze im Außenbereich gefordert, keine Parkhäuser. Hinzu kommen besondere Ansprüche an das Einzugsgebiet. Solche Flächen können weder im Degerfeld, noch in der Innenstadt bereit gestellt werden“, so die SPD-Politikerin. Die Stadtteile könnten das Kriterium Umsatzerwartung ohnehin nicht erfüllen. „Der freie Markt, der ja bekanntlich alles regelt, trifft alle Entscheidungen nur unter der Prämisse Gewinnmaximierung. Weshalb Lieferdienste auch nur sehr begrenzt in Butzbach angeboten werden.“

Dick-Wenzels Fazit: „Wenn also der Prophet nicht zum Berge kommt, muss der Berg zum Propheten. Wir können diese Situation schnell erheblich verbessern, indem wir uns für ein Senioren-Taxi entscheiden.“ In Zeiten von Corona sei der Einsatz von Kleinbussen ohnehin nicht möglich. „Unser Antrag wurde uns von der CDU mit der Begründung ,Sozialromantik mit der die SPD endlich aufhören soll‘ abgelehnt. Die UWG sagt, wie immer, nein. Verantwortungsvolle Kommunalpolitik besteht aber darin, Realitäten zu erkennen und jetzt zu handeln. Nein zu sagen ist kein brauchbares Konzept“, sagt die SPD Fraktionsvorsitzende. 

Es können keine Kommentare abgegeben werden.