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Leader „Virtuelle Dorfakademie“: Interessierte aus 17 Kommunen für 19. April nach Echzell eingeladen

wetteraukreis (pd). Die ersten lokalen Projekte im Rahmen des Europäischen Leader-Programms 2014 bis 2020 zur Unterstützung ländlicher Regionen sind im Raum Wetterau/Oberhessen bereits gefördert worden. Nun setzt sich die Wirtschaftsförderung Wetterau für ein Projekt ein, das die Veranstaltung im November 2016 in Bad Salzhausen, elf Leitthesen für den Lebensraum Dorf, fortführen und alle 17 Leader-Kommunen verbinden soll: die „virtuelle Dorfakademie“. Eingeladen zu dem öffentlichen Treffen am Mittwoch, 19. April, 16.30 Uhr,  in der Horlofftalhalle in Echzell  sind insbesondere die Ortsbeiräte der 17 Kommunen.

Dabei handelt es sich um ein Vorhaben, das nicht über die Köpfe der Bürger realisiert werden soll, sondern  vielmehr mit ihrer tatkräftigen Unterstützung. Bernd-Uwe Domes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau: „Wir glauben, dass im Austausch mit den Bürgern viel Wissen und Erfahrung gesammelt und zur Verfügung gestellt werden kann. Nur gemeinsam können wir das Leben im ländlichen Raum attraktiver gestalten, ein Bewusstsein für die vielfältigen Ressourcen, Kompetenzen und Möglichkeiten schaffen.“ Bei dem Treffen des Arbeitskreises „Lebensraum Dorf“, der bislang stets auf großes Interesse gestoßen ist, sollen, so sein Geschäftsführer-Kollege Klaus Karger, „der Aufbau und die Struktur einer virtuellen Dorfakademie besprochen werden“.

Vorschläge, was künftig in der „virtuellen Dorfakademie“ an Angeboten gebündelt werden soll, sind willkommen. Denkbar seien zum Beispiel die Ausbildung von „Dorfkümmerern“ oder Fortbildungen zum Natur- und Landschaftsführer, der Aufbau eines historischen Digitalarchivs zur Bewahrung von Dorfgeschichte ebenso wie besondere Jubiläen oder vorbildliche Angebote in der Flüchtlingsbetreuung. Hinweise auf die kostenfreien Ausbildungsmöglichkeiten in der Region zur dörflichen Ortsinnenentwicklung werden ebenfalls gegeben. Ein besonderes Anliegen ist Domes und Karger auch die Frage, wie Jugendliche als Zielgruppe erreicht werden können.

Henrike Strauch, stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises „Lebensraum Dorf“ neben Otfried Herling von der Stadt Butzbach, Vorsitzender des Leader-Arbeitskreises, erläutert, dass die virtuelle Dorfakademie eine Plattform im Internet ist, die dazu genutzt werden kann, dass sich alle Interessierten weiterbilden, untereinander vernetzen und informieren können. Ergänzend empfiehlt sie den persönlichen Gedankenaustausch, in dem man viel voneinander lernen und sich gegenseitig anregen könne. „Ich stelle mir vor, dass die Dorfakademie zu einem Kristallisationspunkt für bürgerschaftliches Engagement in unseren Dörfern und in unserer Region werden könnte, mit dem Lebensqualität für die Zukunft entwickelt wird.“ Die Dorfakademie sei ein Instrument zur zukunftsfähigen und selbstbestimmenden Gestaltung der Dörfer in der Region.

 Für das gesamte Leader-Projekt beläuft sich die Förderungssumme auf 2,1 Millionen Euro. Zu den beteiligten Kommunen gehören unter anderem Butzbach, Münzenberg und Rockenberg.

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