Leserbrief: Die Courage von Fußballern 

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Leserbrief: Die Courage von Fußballern 

Ich war zutiefst berührt von der Reaktion der Fußballer im Spiel Bayern gegen Hoffenheim am 29.2. Zum wiederholten Mal tauchten im Stadion große Transparente mit mörderischen Drohungen gegen Dietmar Hopp, dem Finanzier der Hoffenheimer Fußballer, auf. Der Schiedsrichter unterbrach das Spiel. Die Spieler kamen nach kurzer Zeit auf den Rasen zurück und spielten das Ganze in der Weise eines leichten gemeinsamen Trainings – ähnlich einer Kaffeepause – bis zum angesetzten Spielende durch. 

Eine großartige Haltung! – Die Verweigerung der Spieler, vor einer derartigen Kulisse weiter  spielen zu wollen! Das sollte Schule machen! Vermutlich stammen derartige Transparente aus der „linken Ecke“ jener Fans, die den Fußball an „das Kapital“ verkauft sehen.  

Andere Stadionrowdys stimmen  affenartige Töne an, wenn ein  deutscher Spieler (!) afrikanischer Herkunft das Spielfeld betritt. Leute, was ist da los? Sollen denn unsere Stadien vergiftet werden? Jeder und jede, die sich der Vorbereitung und Ausführungen dieser zutiefst verletzenden und beleidigenden Drohungen anschließt – hoffentlich keine(r) aus unserer Region – sollte mal in sich gehen und darüber anfangen nachzudenken, welche Entwicklungen der bezahlte Fußball nimmt und wo die Stellschrauben für den einen oder anderen Wandel sein können. Dazu haben wir Eines heute durch die Spielverweigerung der Fußballprofis schon lernen können: Kühlen Kopf bewahren und dabei „klare Kante“ zeigen.

Robert Cachandt, Rockenberg-Oppershofen

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