Leserbriefe: Baumschäden schon lange bekannt

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Leserbriefe: Baumschäden schon lange bekannt

Betr.: Sperrung des Butzbacher Bestattungswaldes (vgl. BZ v. 15.5.2021)

Mit Erstaunen und Befremden habe ich die Sperrung des Butzbacher Bestattungswaldes zur Kenntnis genommen. Die ach so schlauen und kompetenten Herren des Magistrats der Stadt Butzbach haben plötzlich festgestellt, dass die Buchen im Bestattungswald schwere Schädigungen aufweisen. Solche Schäden kommen nicht von heute auf morgen. Sie sind und waren schon lange bekannt.

Aber auf jeden Fall noch kräftig bei den Hinterbliebenen der Verstorbenen absahnen. 3200 Euro für einen Bestattungsbaum ohne jeden Aufwand… keine schlechte Rendite

Nur die Beseitigung von kleinen Grabbeigaben – denn die sind ja nicht geeignet, die Natürlichkeit des Bestattungswaldes aufrecht zu erhalten – kann man nicht als tatsächlichen Aufwand bezeichnen. Halbverfaulte Umzäunungen müssen nicht ausgebessert werden … sie passen zum Bestattungswald.

Jetzt sperrt man einfach den Wald auf nicht absehbare Zeit … Aussitzen ist die Devise!

Moment mal, vielleicht kann man da ja doch noch was machen. Wie wäre es denn, den geschröpften Bürgern und Hinterbliebenen nochmals für die nicht vorhandene Pflege des Waldes heranzuziehen?

Ungeahnte Möglichkeiten könnten sich hier eröffnen.

Es kotzt mich an. Im Kleinen wie im Großen – Egal welche Couleur!

Es ist kein großer Aufwand, mit Forstbediensteten eine Begehung vorzunehmen und wirklich geschädigte Bäume herauszunehmen und abgestorbene Äste zu beseitigen. Blanker Hohn ist es, dass mit Maschinen diese Bäume gefällt werden sollen. Diese Maschinen verursachen mehr Schäden als Nutzen. Totalrodung … eine Alternative?

Bei Einnahmen von rund 284 800 Euro – nach eigenen Angaben 89 Bäume mit Grabstellen je 3200 Euro ohne jeden Aufwand – müsste das – eine ordentliche Beseitigung – doch drin sein.

Joachim Lummel, Butzbach

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