„Leuchtturm“ für Zukunft der Arbeit

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„Leuchtturm“ für Zukunft der Arbeit

Foto: mulitze

ZERTIFIKAT – Butzbacher Bauunternehmen Hildebrand für kooperative Unternehmenskultur ausgezeichnet 

BUTZBACH (pm). Das Butzbacher Bauunternehmen Hildebrand entschied sich als erster Handwerksbetrieb in Hessen für die Teilnahme am Audit „Zukunftsfähige Unternehmenskultur“. Ziel ist, die Arbeitsbedingungen zu optimieren, Fachkräfte zu binden und die Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen. Am Montag  nahm Geschäftsführer Frank Hildebrand die Einstiegsurkunde für das innovative Projekt entgegen. 

Bundesweit stehen Unternehmen vor denselben Herausforderungen: Demografische Entwicklung, fortschreitende Digitalisierung, globaler Wettbewerb sowie der Wunsch der Beschäftigten nach flexiblen Arbeitsmodellen und fachlichen Entwicklungsmöglichkeiten wandeln den Arbeitsmarkt. Deswegen unterstützt die „Initiative Neue Qualität der Arbeit“ (INQA) mit dem Audit private und öffentliche Betriebe bei der Gestaltung der Arbeitswelt von morgen. Das Audit wird gefördert vom Bundesarbeitsministerium und als einziges Angebot seiner Art von Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften, Kammern, Politik und Bundesagentur für Arbeit gemeinsam getragen. Bisher haben deutschlandweit acht Handwerksunternehmen das Audit durchlaufen oder sind aktuell damit beschäftigt. 

Welchen Stellenwert dieses Leuchtturmprojekt hat, zeigt die Liste von Rednern, die anlässlich der Urkundenübergabe nach Butzbach kamen. So warb Landtagspräsident Norbert Kartmann, der in seiner Jugend als Ferienjobber das gute Betriebsklima bei Hildebrand zu schätzen lernte, dafür, dass eine Unternehmenskultur Schule macht, die auf Fairness und Respekt setzt. Dies könne jedoch nur gelingen, „wenn es von der Unternehmensleitung vorgelebt wird“. 

„Qualifiziertes Personal zu finden und langfristig zu binden, ist anspruchsvoller denn je“, stellte Karl-Sebastian Schulte fest, Geschäftsführer des Zentralverbands des deutschen Handwerks (ZDH) in Berlin und zugleich Mitglied im Steuerkreis der INQA. „Unternehmen sind im Wettbewerb um Fachkräfte gefordert, die Qualität der Arbeit in ihrem Betrieb zu verbessern. Das INQA-Audit unterstützt Unternehmen und Verwaltungen jeglicher Größe dabei, ein besseres Arbeitsumfeld zu entwickeln. Am Ende des Prozesses steht neben einer mitarbeiterorientierten Unternehmenskultur vor allem ein wettbewerbsfähiger Arbeitgeber, der für Nachwuchs und Fachkräfte attraktiv ist.“ 

Auch Klaus Repp, Präsident der Handwerkskammer Wiesbaden, hofft, dass viele Unternehmen dem Beispiel von Hildebrand folgen werden. Dabei hob er die Integrationsarbeit sowie das Engagement von Hildebrand für Ausbildung und Mitarbeiterbindung hervor. Zugleich sagt er interessierten Betrieben Unterstützung zu mit Angeboten von der Aus- und Weiterbildung in unseren Berufsbildungs- und Technologiezentren, über die fachmännische Beratung in betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Angelegenheiten bis hin zur attraktiven Ansprache des Nachwuchses. 

Von guten Erfahrungen mit Hildebrand als Partner beim Bauen berichtete der Butzbacher Bürgermeister Michael Merle, der zugleich ein gemeinsames neues Bauvorhaben ankündigte: Auf einer Fläche Ecke Am Hetgesborn 13 / An der Koppelwiese 1 entsteht im Auftrag der Butzbacher Wohnungsgesellschaft eine Anlage mit 22 barrierefreien Sozialwohnungen. Das erste Projekt dieser Art in Butzbach „nach rund 50 Jahren“, unterstrich das Stadtoberhaupt.

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