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Limes-Galerie erhält neues Gesicht

BUTZBACH. Von der Weiseler Straße aus gesehen ist nicht viel von der Limes-Galerie zu sehen. In diese Blickachse soll künftig der Haupteingang zum Einzelhandelsbereich sein. Auch die Villa von Dr. Karl Rumpf gehört zum Gebäudekomplex, der im Besitz von Revikon ist. Text + Fotos: thg

Gießener Unternehmen Revikon erwirbt Gebäudekomplex inklusive Fabrik und Villa an der Ludwigstraße

BUTZBACH (thg). Die Limes-Galerie hat einen neuen Eigentümer. Das Gießener Unternehmen Revikon hat den Gebäudekomplex inklusive Parkhaus, Fabrikgebäude und Villa zum 1. April erworben. Geschäftsführer Daniel Beitlich berichtete gestern auf Anfrage, dass sein Unternehmen dem Namen Revikon entsprechend ein Revitalisierungskonzept für das Gelände entwickelt habe.
Anfang 2021 war mit dem Discounter im Erdgeschoss der Ladenzeile in der Jakob-Rumpf-Straße ein Hauptmieter ausgezogen und die Ladengalerie geschlossen worden. 8200 Quadratmeter Grundstücksfläche umfasst das Areal. Mehr als 10 000 Quadratmeter Nutzfläche zuzüglich Parkhaus sind vorhanden. Aus sechs Teilen setzt sich der Komplex zusammen, dem Handelsbereich „Galerie“, Hotel, Wohn- und Geschäftshaus entlang Jakob-Rumpf- und Weiseler Straße, Parkhaus, Fabrikgebäude und Fabrikantenvilla. Mit dem Kauf hat das Unternehmen auch alle Mietverträge übernommen, wobei auch Fabrik und Villa leerstehen.
Die Limes-Galerie sei der Stadt „verloren gegangen“, sagte Beitlich. Es gebe beispielsweise keine guten Sichtachsen etwa von der Fußgängerzone aus. Er möchte das Potential wieder heben und das Areal in die Stadt zurückholen.
Ein wesentlicher Bestandteil ist die Sanierung des Parkhauses. Sie erfolgt in enger Absprache mit den Parkhausbetrieben der Stadt. Damit sollen die Stellplätze erhalten werden, und auch der Vertrag mit der Stadt über die Parkflächen bestehe fort.
Die Ladengalerie wird nur in Teilen, und zwar im Erdgeschoss wieder Einzelhandel beherbergen, so der Plan. Dort könnten einem Interessenten rund 1500 Quadratmeter zusammenhängende Fläche angeboten werden. Solch eine große Ladenfläche gebe es sonst nicht in der Innenstadt. Damit verbunden wäre ein Umbau. Im Zuge dessen soll der Eingang in der Jakob-Rumpf-Straße so verlegt werden, dass von der Weiseler Straße aus der Blick durch die Gerbergasse darauf fällt und Logo und Schiebetür deutlich sichtbar sind. Vorstellbar seien Textil- oder Elektronikhändler. Lebensmittel schließt Beitlich aus. In der oberen Etage sind „Nutzräume“ vorgesehen, sei es Büros oder Besprechungsräume. Insgesamt soll die Fassade eine Aufwertung erhalten.

Die Villa an der Ludwigstraße soll saniert werden. Dort könnte Gewerbe einziehen oder etwas mit repräsentativem Anspruch wie etwa eine Anwaltskanzlei. Das Fabrikgebäude aus dem Jahr 1928, das im Wesentlichen im Originalzustand ist, soll mit Loftcharakter vermietet werden – zum einen zum Wohnen, zum anderen aber auch für Gewerbe. Vorstellbar seien auch Großraumbüros im Sinne von Homeoffice oder Co-Working mit den entsprechenden technischen Ausstattungen wie IT-Sicherheit.
Beitlich erklärte, er habe einen Grund-Optimismus für Butzbach, wo er schon mehrere Projekte umgesetzt hat, darunter die Housing Area. Es gebe zwar einen erheblichen Sanierungsaufwand, aber die Lage des Komplexes sei toll – direkt am Bahnhof und 30 Meter entfernt von der Fußgängerzone. Er möchte die Galerie und die anderen Bauten revitalisieren, denn damit werde auch die Frequenz in der Innenstadt erhöht, die davon dann profitiere.
Mit der Umsetzung gehe es sofort los, sagte Beitlich. Einen Zeitplan, wann was fertig sein und wer wo einziehen werde, gibt es derzeit noch nicht. Es hängt von den weiteren Gesprächen ab.

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