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Limesradweg macht Strecken länger

PROJEKT – Zusätzliche Wegweiser weichen von bestehenden ab / In diesem Jahr Fertigstellung geplant

BUTZBACH (wiß). Noch ist der Limesradweg in der Region nicht ganz fertig, und dennoch sorgt dieser bereits für einige Verwirrung und
Irritationen bei den Radfahrern. Wie Ottmar Rees von der für die Maßnahme in der Region verantwortlichen Wirtschaftsförderung der Stadt Butzbach auf Anfrage mitteilte, wird der Radweg noch in diesem Jahr fertiggestellt. Aktuell wird am letzten Baubschnitt in der Gemarkung Butzbach, Linden und Langgöns noch gearbeitet. 

Bereits 2009 wurde mit dem ersten Bauabschnitt zwischen Butzbach und Langgöns mit Beteiligung von Butzbach und Münzenberg begonnen. Der rund 820 Kilometer lange Limes-Radweg verläuft durch vier Bundesländer: Rheinland-Pfalz, Hessen, Baden-Württemberg und Bayern – unter anderem durch die Naturparks Rhein-Westerwald, Nassau, Rhein-Taunus, Hoch-Taunus und Schwäbisch-Fränkischer Wald. 

Für den Ausbau des Limesradwegs in Mittelhessen hat die Stadt Butzbach 2008 gemeinsam mit einem Planungsbüro für die Kommunen Pohlheim, Langgöns, Linden, Lich, Hungen, Münzenberg und Rockenberg die Planung und Betreuung der Ausbaumaßnahmen übernommen. In sechs Bauabschnitte unterteilt wird der Fernradweg Schritt für Schritt vervollständigt. Finanziert wird das Projekt von den beteiligten Kommunen und Fördergeldern des Landes Hessen. Und dabei wird scheinbar nicht so genau hingesehen, wie das aktuelle Beispiel der Kreuzung Mittelweg/Nikolaus-Otto-Straße  in Großen-Linden zeigt. Dort wurde nun in gerade mal fünf Meter Entfernung zum bisherigen Radweghinweisschild ein neuer Wegweiser des Limesradweges aufgestellt. 

Darauf angesprochen zeigte sich auch Bürgermeister Jörg König sichtlich verwundert, denn über die Maßnahme wurde er nicht informiert, was auch weiter nicht schlimm ist, weil die Stadt ja hier in die Gemeinschaftsmaßnahme eingebunden ist. Doch wird scheinbar bei der Aufstellung der neuen Limesradwegschilder nicht darauf geachtet, ob bereits eine Beschilderung besteht. Nur so lässt sich der Vorgang in Großen-Linden erklären, wo nun in unmittelbarer Nachbarschaft zwei Radweghinweisschilder stehen, die zwar in die gleiche Richtung weisen, aber völlig unterschiedliche Angaben zu den Entfernungen machen. Der feine Unterschied zwischen den Beschilderungen besteht am quadratischen Anhang mit Limesturm und Aufdruck „Lahn-Limes-Radweg“. 

Kommt es nun durch den Limesradweg zu längeren Wegen? Laut Beschilderung ja. So betrug bisher die Entfernung vom Mittelweg nach Watzenborn-Steinberg 3,3 Kilometer so sind es auf dem Lahn-Limes-Radweg dann 4,1 Kilometer. Zum Mühlberg in Leihgestern waren es bisher 1,2 Kilometer und sind es künftig – bei gleichem Weg – 1,8 Kilometer. Ebenso verhält es sich mit der Beschilderung nach Westen, denn nach Lützellinden sind es auf dem Lahn-Limes-Radweg 3,7 Kilometer nachdem es zuvor lediglich 3,3 Kilometer waren. 

Erfahrene Radfahrer mit Kilometerzähler können ihre Korrekturergebnisse für künftige Beschilderungen gerne an die zuständige Stelle in Butzbach weiterleiten. Nicht in Erfahrung gebracht werden konnte, weshalb überhaupt ein zweites Schild aufgestellt und nicht auf die bereits bestehende Beschilderung zurückgegriffen wurde. Bis zur Freigabe des letzten Bauabschnitts soll dann auch die Beschilderung fertig sein, wie Rees versicherte.     

 

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