Mädchen in Tracht auf Foto ist Katharina Eckhard aus Kirch-Göns

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Mädchen in Tracht auf Foto ist Katharina Eckhard aus Kirch-Göns

BUTZBACH. Das Foto aus dem Museum der Stadt Butzbach zeigt Katharina Eckhard, später verheiratete Ebel, aus Kirch-Göns in Tracht vor einer Schüsselbank. Foto: röhrig

Dank Hinweis von Christiane Dose korrigiert Museum der Stadt Butzbach Bildbeschreibung 

BUTZBACH. In Kirch-Göns kennen sie ganz viele ältere Mitbürger: Das junge Mädchen auf dem Bild!  „Ja, das ist doch die Ebels Katharina“. Seit Jahren hängt das Bild in der Volkskundlichen Abteilung des Butzbacher Museums, aber mit einer Beschriftung, die nicht ganz richtig ist. Dort heißt es, „vermutlich handele es sich bei dem Mädchen um eine Tochter des Landwirts Ludwig Hoffmann II.“ In Kirch-Göns weiß man offenbar schon länger, dass die geäußerte Vermutung nicht stimmt. Nun hat sich eine engagierte Mitbürgerin aufgerafft, Kontakt mit dem Butzbacher Museum aufzunehmen. Dank der Angaben von Christiane Dose kann man jetzt die Frage klären, wer auf dem Bild zu sehen ist. Die junge Frau vor der Schüsselbank zeigt die Tochter des Landwirtes aus Kirch-Göns, Johannes Eckhard V und seiner Frau Katharina, geborene Spieß. Sie hieß Katharina Eckhard, wurde am 20.11.1894 geboren, heiratete am 26.8.1920 den Landwirt Wilhelm August Ebel aus Langgöns und verstarb am 10.11.1977 in Kirch-Göns, wie mancher sich noch erinnert.

Das Foto wurde von Heinrich Walbe, dem bekannten Architekten, Denkmalpfleger, Hochschullehrer und Fotograf 1905/06 gemacht und ist im Museum unter der Archivnummer 06.05.02.08.-0049 verzeichnet. Katharina Eckhard, später verheiratete Ebel, war also, als das Foto gemacht wurde, 11 bzw. 12 Jahre alt.  In Alltagstracht vor der Schüsselbank ist die Landwirtstochter ein schönes Beispiel für das bäuerliche Leben. Katharina trägt eine winterliche Hüttenberger Tracht mit wärmendem Wolltuch, vor der Brust gekreuzt, also „unten herum“ gebunden und mit den Enden im Rockbund befestigt. Die Schüsselbank, ein Holzregal mit Borden für die Aufbewahrung der bäuerlichen Keramik sowie Kannen und auch Besteck, war in den meisten Bauernhäusern zu finden. Die Angaben zur Dargestellten findet man unter anderem im von Edgar Binzer verfassten „Familienbuch Kirch-Göns und Pohl-Göns ab 1610“, erschienen 2012. Das Museum dankt Christine Dose für den aufklärenden Hinweis.

 

 

 

 

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