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Mal miteinander, mal gegeneinander

Konzert Musikschule Butzbach präsentiert Kammermusik von Beethoven, Brahms und Debussy

butzbach (pd). Ludwig van Beethoven, Claude Debussy und Johannes Brahms standen auf dem Programm des Kammermusikkonzertes, das die Musikschule Butzbach am Sonntag in der Wendelinskapelle veranstaltete. Hochkarätige Künstler in der Besetzung Violoncello und Klavier waren zu Gast: Maike Kunstreich, Cellistin und Lehrerin am Hoch´schen Konservatorium in Frankfurt und an der Butzbacher Musikschule und Wolfgang Hess, Pianist, ehemaliger Klavierdozent am gleichen Konservatorium und beide aktuell Dozenten an der Musikhochschule in Frankfurt – beide mit einem guten Ruf und so mischten sich eben auch einige ehemalige Studenten unter das große Publikum.

Von Beethoven stand die Sonate in A-Dur op 69 auf dem Programm, die gleich mit einem solistischen Beginn im Violoncello aufwartet, hier mit einem satten Klang von Maike Kunstreich, später dann die gleiche Solopassage im Klavier. Aber natürlich wurde in diesem Werk auch gemeinsam musiziert und so spielten sich die beiden Künstler die Phrasen schön ausgespielt zu. Das gleiche im zweiten Satz, einem Scherzo mit mal miteinander, mal gegeneinander gespielten, auf den Punkt gebrachten Synkopen. Im letzten Satz dann nach einer kurzen langsamen Einleitung das Allegro vivace mit virtuosen, sich jagenden Läufen.

Ganz andere Klänge waren in der anschließenden Sonate d-Moll von Claude Debussy zu hören. Die Anfangsakkorde von Wolfgang Hess eröffneten sofort einen weiten Tonumfang. In äußerst fantasieanregendem Spiel gestalteten die beiden Künstler die verschiedenen komponierten Gemütszustände mit Tempoänderungen, traurigen und spaßigen Momenten. Im Finale schließlich ein gekonnter Dialog zwischen den Instrumenten, auf die Spitze getrieben mit genau gesetzten Staccato-Tönen von Hess und akzentuiertem Pizzicato von Kunstreich.

Nach der Pause stand die zweite Cellosonate von Johannes Brahms auf dem Programm. Eine hochromantische Musik mit dramatischen Phrasen, ausgeprägter Virtuosität und fugenähnlichen Passagen. Beide Musiker zeigten eine Zusammenfassung ihres phänomenalen künstlerischen Könnens, die nach großem Applaus zu einer Zugabe führte: „Auf Flügeln des Gesangs“, ein Lied von Felix Mendelssohn-Bartholdy, ganz im Sinne seiner „Lieder ohne Worte“ hier rein instrumental zu einem ruhigen Ende des Konzertes bestimmt.

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