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Margarete Huber

Foto: Martin Guth

In den letzten Jahren ist es Mode geworden – egal ob im Fernsehen, im Radio oder in Magazinen –, die Frage aufzuwerfen: „Wo warst du, als …“. Gerne verbunden mit markanten Jahrestagen wie zum Beispiel „Nine-eleven“ oder dem Tag des Mauerfalls. Auf Butzbach bezogen könnte eine solche Fragen lauten: „Wo warst du, als in Butzbach der Hessentag gefeiert wurde?“. Egal ob wir als Organisator, Helfer, Standbetreiber oder als Zuschauer dieses Fest begangen haben, wir sind doch alle Zeitzeugen. Noch gibt es von uns jede Menge, dennoch werden es Jahr für Jahr weniger, das ist der Lauf der Dinge. Wenn ich nun aber frage: „Wo warst du, als in Butzbach die Bomben fielen?“, reduziert sich die Zahl der Zeitzeugen schon deutlich. Die Verknappung geht aber noch extremer: „Wo warst du, als in deiner Stadt, in deinem Dorf der erste Stein auf den anderen gesetzt wurde?“ Hier müssen jetzt 99,9% aller Butzbacher passen. Aber nicht alle! Meines Wissens nach gibt es vier Butzbacher, die auf diese Frage antworten können: „Dabei!“ Grundvoraussetzung dafür ist, dass sie seit 70 Jahren im jüngsten Stadtteil Butzbachs, in Wiesental leben. Eine dieser vier übriggebliebenen Zeitzeugen ist Margarete Huber. Mit ihr treffe ich mich auf einen Kaffee im Wohnzimmer einer dieser für Wiesental so urtypischen Doppelhäuser in Hanglage und mit atemberaubendem Blick in die Natur. 

Frau Huber, erzählen Sie uns bitte zunächst von Ihrem Leben vor Wiesental. Woher stammen Sie?

Margarete Huber: Ich bin am 27. März 1931 im Sudentenland, dem damaligen Böhmen geboren, in Redenitz, Kreis Kaaden. Zunächst habe ich mit meinen Eltern bei meinen Großeltern in Atschau gelebt. Kurz vor dem Krieg sind wir dann nach Kaaden gezogen. Dort habe ich auch die Pogromnacht erlebt und (wie zu vielem anderen auch) einige Erinnerungen dazu niedergeschrieben. Als mein Vater dann eingezogen wurde, mussten wir die Wohnung dort aufgeben und zurück in meinen Geburtsort ziehen. Dort habe ich dann auch den Rest meiner Schulzeit verbracht. Kurz vor Kriegsende war dann aber keine Schule mehr möglich, weil alle Räumlichkeiten plötzlich voll waren mit Militär. So blieb mir – wie vielen anderen auch – auch ein ordentliches Schulentlassungszeugnis auf immer verwehrt. Wir waren diesbezüglich sozusagen die „vergessene Generation“.

Das Ende des Krieges war für Sie dann alles andere als ein Grund zum Feiern, nicht wahr?

Margarete Huber: Stimmt, als der Krieg vorbei war, haben wir – wie viele andere Sudetendeutsche auch – Schlimmes erfahren, auf das ich im Detail gar nicht eingehen möchte. 1946 wurden wir ausgesiedelt, beziehungsweise mussten aussiedeln. Wir sind nicht freiwillig gegangen! Daher ist es mir auch wichtig zu betonen, dass ich kein Flüchtling bin, sondern eine Vertriebene. Mit jeweils 40 Kilo Gepäck beladen, sind meine Mutter, meine neunjährige Schwester und ich mit meinen gerade 15 Jahren dann losgezogen, zunächst zu Fuß nach Kaaden in ein ehemaliges Gefangenenlager. Nach acht Tagen wurden wir dann jeweils zu dreißig in einem Viehwaggon gen Westen geschickt. Insgesamt waren das 1200 Menschen. Fahren durfte der Zug aber nur nachts, wenn niemand anderes unterwegs war.

Hatten Sie zu irgendeinem Zeitpunkt eine Ahnung, wo es für Sie hingehen würde?

Margarete Huber: Nein. Wir hatten keinen Schimmer, es war eine Reise ins völlig Ungewisse. In den Waggons gab es drei Eimer für die Notdurft von Männern, Frauen und Kindern. Hin und wieder wurden die unterwegs geleert. In Wiesau bei Selb wurde der Transport angehalten und der Trupp zu jeweils drei Waggons „abgefertigt“. Zunächst ging es zur Entlausung, dann gab es eine Kleinigkeit zu essen, ehe wir in alle Himmelsrichtungen weiterverteilt wurden. Insgesamt dauerte diese Aktion dreieinhalb Tage. Für uns ging es weiter nach Nordhessen in ein Auffanglager nach Heringen im Kreis Hersfeld-Rotenburg, wo wir am 7. Mai ’46 ankamen.

Wo war Ihr Vater zu der Zeit?

Margarete Huber: Der war noch in Gefangenschaft in Kassel und kam von dort aus mit einem großen Trupp an Männern als Gefangene nach Ziegenberg auf den dortigen alten Gutshof. Im Oktober erhielten wir dann die Nachricht, dass der Zuzugsantrag meines Vaters bewilligt war und wir auch nach Ziegenberg konnten. In Ziegenberg konnte mein Vater als versierter Schreiner und talentierter Schnitzer mit seinen Arbeiten ein paar dringend benötigte Habseligkeiten ertauschen. Vor allem geschnitzte Aschenbecher mit einem Bauern waren bei den Amis als Motiv sehr beliebt.

Wer kam dann auf die Idee, hier, im heutigen Wiesental, eine Siedlung aufzubauen?

Margarete Huber: Das war der Doktor Friedrich, dessen Frau und Kinder zu diesem Zeitpunkt noch in Böhmen waren. Der hatte etwas oberhalb von hier das erste Haus, verbunden mit der Idee, dass hier doch eigentlich ganz gut eine Siedlung entstehen könnte. Er formierte ein paar andere Interessierte um sich, die auch Interesse hatten, hier anzusiedeln, darunter Herr Schneefeld, Frau Simon, die aus Langenhain-Ziegenberg kam, Herr Herget, der selbst auch Ausgesiedelter war. Kurze Zeit später stieß dann unsere Familie auch dazu. Es kamen also einige – so wie wir – von Langenhein-Ziegenberg, andere von Münster. Wiesental jedoch war bis dato absolutes Niemandsland, man war völlig auf sich allein gestellt. Insofern war es schon gewagt, völlig ohne Geld dort anzusiedeln, wo es nichts gab: keine Wasserleitungen, keine Straßen, keine Wege, keinen Strom. Nur ein paar grob gerodete Hänge. Wiesental war übrigens die erste nach dem Krieg entstandene Heimatvertriebenen-Siedlung in ganz Deutschland. 

Wie baut man, wenn man nichts hat, eine Siedlung auf?

Margarete Huber: Es begann mit drei zusammengebettelten Schubkarren, ein paar einfachen Pickeln und ein paar Schaufeln. Holz gab es ja genug im Wald und Steine konnten wir uns aus den gesprengten Bunkern des „Adlerhorsts“ hier in der Gemarkung Wiesental holen, die dort von zwei Frauen (Frau Singer und Frau Brandl) der TVG, der Trümmerverwertung, verwaltet und vorbereitet wurden. Die Steine reichten für die ersten drei Häuser. Danach musste man sich die Steine aus Ziegenberg holen, wo ja noch viel mehr gesprengt wurde. Zur Hilfe kam Herr Arabin aus Münster mit zwei kleinen Pferden. Er brachte Fuhre für Fuhre die Steine hoch zu uns. Aus diesen Steinen entstanden dann die Grundmauern der meisten Wiesentaler Häuser. 

Schon phänomenal, wie aus dem Nichts, am kargen Waldhang, ohne jegliche Maschinen dann die Häuser entstanden sind …

Margarete Huber: Funktioniert hat es vor allem deshalb, weil jeder jeden mit seinen individuellen Fähigkeiten unterstützt hat. Dieses Prinzip wurde dann bei der Siedlungsgründung durch den – wenn man so will – ersten Ortsbeirat der Siedlung (bestehend aus Herrn Doktor Friedrich, Herrn Herget, Herrn Scheer und Herrn Schneefeld) in geregelte Bahnen gelenkt: Es wurde vereinbart, dass jeder Siedler 3000 Pflichtstunden gemeinnützige Arbeit für den Erbau der Häuser zu leisten hat, egal an welchem Haus gerade gebaut wurde. Hinzu kamen etwas später noch mal 2000 Pflichtstunden für die Arbeiten an den Wasserleitungen sowie etliche Stunden für den Aufbau der Wege und Straßen. Zudem musste jeder Siedler einen monatlichen Betrag von 35 Mark an die Genossenschaft abführen, unter deren Obhut die Bebauung lief. 35 Mark waren damals happig, wenn man bedenkt, dass unsere Männer damals 70 Pfennig die Stunde verdient haben. Weiterhin mussten sich alle Siedler bereit erklären, eine weitere Familie in das Haus mit aufzunehmen. Dafür gab es vom Land dann aber immerhin einen kleinen finanziellen Zuschuss. Zudem erhielten alle – egal ob katholisch oder evangelisch – von der katholischen Kirche ein zinsfreies Darlehen von 2000 DM. Alle zogen damals an einem Strang, weil wir alle mit nichts begannen, weil uns die Not miteinander verband. Ohne die sich unterstützende Gemeinschaft, diesen unglaublichen Zusammenhalt, hätte der Aufbau von Wiesental nicht funktioniert. 

Wo gab es denn damals überhaupt etwas zu verdienen?

Margarete Huber: Mein Vater war bei den Amerikanern in Ziegenberg als Schreiner beschäftigt, andere haben sich in der Umgebung Arbeit gesucht, zum Teil in Butzbach, aber auch in Wernborn. Einige Leute hatten sogar schon ein eigenes Fahrrad, einige andere gingen immer noch zu Fuß zur Arbeit. Mein Mann war als Berufsfeuerwehrmann auch bei den Amis, erst in Bad Nauheim, später in Butzbach und Kirch-Göns. Für Frauen gab es so gut wie nichts zu verdienen. Ich als Schneiderin hatte es da noch gut, habe mich damit, wo es ging, nützlich gemacht, vieles davon aber zum Nulltarif. 

Sudetendeutsche waren bzw. sind ja in der Regel gläubige Katholiken, welche Rolle spielte der Glaube in dieser harten Aufbauzeit?

Margarete Huber: Eine ganz wichtige! Es stimmt, wir waren fast ausnahmslos katholisch und tief im Glauben verwurzelt. Unser großes Glück war damals, dass 1952 ein junger Pfarrer namens Franz Rettig zu uns nach Wiesental kam und hier in diese Straße ins letzte Haus zog, das eigentlich für einen Rockenberger Pfarrer als Alterssitz gedacht war. Bei Pfarrer Rettig in der Stube haben wir dann Gottesdienst gehalten und im Sommer dort hinten im Wald rund um einen improvisierten Altar. Irgendwann beschloss man, den Bau einer Kapelle anzugehen. Wieder packten alle mit an, auch Pfarrer Rettig selbst, der sich für nichts zu schade war. Unter anderem hat er dreihundert Formen für die kleinen rechteckigen Farbfenster eigenhändig gegossen. Er war in vielerlei Hinsicht einer von uns, lebte genau so karg wie wir und hatte so gar nichts von einem „abgehobenen“ Geistlichen. Er war damals unsere Rettung, weil er sich aufopferungsvoll für uns eingesetzt hat. Völlig zu Recht heißt die Straße, die zur Kapelle führt, heute „Franz-Rettig-Weg“. Leider verstarb Pfarrer Rettig viel zu früh mit nur 62 Jahren. Die mit ihm errichtete und kurz vor Weihnachten 1955 eingeweihte St. Elisabeth-Kapelle ist für uns bis heute ein Symbol der Dankbarkeit dafür, dass uns der liebe Gott nach unserer Vertreibung nicht im Stich gelassen hat. 

Dennoch hielt er ein schweres Los für Sie und viele andere hier im Niemandsland Wiesental bereit …

Margarete Huber: Ach, wissen Sie, gegen das, was die meisten von uns erlebt haben, war es eine Befreiung, war Wiesental unser Lichtblick. Unseren Einzug im April 1951, kurz nach der Taufe unseres ersten Kindes, empfanden mein Mann und ich als eine einzige Erlösung. Wir waren sehr, sehr glücklich, hier ein neues Zuhause gefunden zu haben. Daheim ist und bleibt aber Böhmen.

Wann ist der Ort dann weiter gewachsen? 

Margarete Huber: Viel später erst. Man wollte ja mit uns nichts zu tun haben, wir waren hier im Prinzip isoliert. Das war das Los der Heimatvertriebenen: erst vertrieben unter Einbuße von Heimat sowie Hab und Gut und dann dort, wo man uns hinbrachte, alles andere als willkommen. Auch die Religion spielte hier mit hinein, bevor die Heimatvertriebenen kamen, war die Gegend hier ja noch evangelischer als heute. Es brauchte einige Jahre, bis die Ressentiments langsam aufweichten. Einige Münsterer und Fauerbacher stellten uns auf eine Stufe mit „fahrendem Volk“, das bekanntlich keinen guten Ruf hatte. Dabei waren wir Vertriebenen in manchen handwerklichen oder landwirtschaftlichen Dingen sogar versierter und fortschrittlicher. Im Rahmen dieses Genossenschaftsprojekts durften in Wiesental bis 1965 nur Heimatvertriebene und Flüchtlinge bauen. Erst als wir die Häuser dann ’65 überschrieben bekamen und die Genossenschaft sich auflöste, durften sich andere hier niederlassen, was dann auch geschah, aber in einem überschaubaren Rahmen. 

Waren Sie danach noch mal in Ihrer alten Heimat?

Margarete Huber: Ja. Das erste Mal 1993, mit meiner Tochter und meinem Schwiegersohn, als es dann einigermaßen reibungslos ging, dorthin zu fahren. Ich denke, es war auch für sie ein beeindruckendes Erlebnis. Zeitgleich mit uns kam noch ein ganzer Bus mit vielen anderen, die zum ersten Mal die alte Heimat besuchten. Als Kinder war man auseinandergegangen, als alte Menschen hat man sich wiedergetroffen, das war schon bewegend. Auch einen weitläufigen Verwandten habe ich dort wiedergefunden. Bei aller Herzlichkeit der Einheimischen war dennoch bei einigen jetzigen Hausbesitzern eine gewisse Verunsicherung in den Gesichtern abzulesen. Kein Wunder, da kommt ein Bus mit Menschen, die aussteigen, große Augen machen, auf dein Haus zeigen und sagen: „Das ist unser Haus“.

Kommen wir nun noch mal auf Ihren Beruf zu sprechen, Ihrer – bis heute – großen Leidenschaft, das Nähen.

Margarete Huber: Ich war hier im Ort schon immer fürs Nähen zuständig. Alles was im Ort gebraucht, geändert oder geflickt werden musste, lief hier über meinen Nähtisch, ob Gardinen und Tischdecken fürs Dorfgemeinschaftshaus, Uniformen für die Feuerwehr oder die ganzen Gewänder der Ministranten, auch für St. Michael in Fauerbach. Seit den Anfängen bin ich zudem für die Tanzgruppe REMIX rund um die Wiesentalerin Tania Pettersson als Kostümnäherin aktiv, ändere, passe an und repariere, was das Zeug hält. 

Springen wir in die Jetztzeit. Nicht nur das 70-jährige Ortsjubiläum steht unmittelbar vor der Tür, auch das schnelle Internet wird hier in Kürze freigeschaltet. Wie wichtig sind Ihnen solche Modernisierungen?

Margarete Huber: Ach wissen Sie, was brauche ich groß das Internet, wenn ich hier am Tisch sitze und durch das große Wohnzimmerfenster hinaus in meine wunderbare Natur schauen kann? Trotzdem ist es natürlich toll, dass die Modernität hier weiter Einzug hält, schließlich soll der Ort ja attraktiv bleiben, Zukunft haben. Zudem schätze ich schon einige damit verbundene Annehmlichkeiten. Meine Kinder haben mir hier zum Beispiel Internet-radio installiert und wenn sie unterwegs sind, können Sie mir – von wo aus auch immer – Fotos direkt auf meinen digitalen Bilderrahmen senden. Das ist schon was Feines!

Bitte vervollständigen Sie noch folgende Sätze: Mein Lieblingsrestaurant ist …

Margarete Huber: … hier bei mir zu Hause. Egal ob ich oder meine Kinder kochen. 

Mein Lieblingsplatz in und um Butzbach ist …

Margarete Huber: … unsere Kapelle hier. Ich bin froh und dankbar, dass ich jetzt wieder zu Fuß die Treppen hinauf schaffe. Dort, wenn das Licht so schön durch die vielen kleinen bunten Fenster hineinfällt, Andacht zu halten, ist einfach unbezahlbar.

Zu Abend essen würde ich gerne mal mit …

Margarete Huber: … bis vor kurzem hätte ich gesagt Kardinal Lehmann. Ihn habe ich noch gesprochen, als er das letzte Mal hier bei uns war. Aber auch mit dem heutigen Papst wäre es sicher interessant. Mit dem davor nicht so.

Sie schätzen also eher moderne, reformorientierte Kirchenvertreter?

Margarete Huber: Entscheidend ist für mich, dass man stets dem Menschen, der Menschlichkeit mehr verpflichtet ist, als irgendwelchen Dogmen oder Traditionen. Das gilt für alle Religionen.

Gute Laune macht mir …

Margarete Huber: … z. B. alte bayerische Musik übers Internetradio hören. Musik ist für mich schon ein gewisses Lebenselixier. Gerne auch Kirchenmusik.

Was vielleicht nur Wiesentaler wissen, ist …

Margarete Huber: …, wie Herrn Pfarrers Schwester Eva Wiesental immer genannt hat, nämlich „Buchfinkennest“.

Wenn ich mir einen Traum erfüllen könnte, dann würde ich …

Margarete Huber: … das Heilige Land bereisen, allerdings zu einer Zeit, in der dort nicht so viel los ist, in aller Stille. Überhaupt das Reisen … Amerika hat mich nie groß interessiert, aber meine Heimat noch besser kennenzulernen oder aber die russische Taiga, das hätte mich schon gereizt. Aber das sind nur Träume. Ich bin jetzt gerade 87 geworden und die Beine machen nicht mehr so mit. Mein Ziel ist es, noch lange hier im wunderschönen Wiesental zu leben. Meine Tochter und mein Schwiegersohn leben hier mit mir, ich komme weiterhin mit allen Leuten im Dorf gut aus und kann jeden um Hilfe bitten. Was will ich mehr? 

* * *

So ist das mit den Zeitzeugenberichten, sie sind immer wieder eine Bereicherung, was die Historie unserer Stadt angeht. Zudem verschaffen sie intensive Moment der Bewunderung, aber auch der Dankbarkeit in einer Zeit aufgewachsen zu sein, in der zum Glück bislang noch keine Bomben fielen und im Haus stets Wasser aus den Hähnen floss und Strom aus Steckdosen bezogen werden konnte. Wer weiß, vielleicht werden Sie ja nach den Schilderungen von Frau Huber das nächste Mal, wenn Sie in Wiesental sind (gute Gelegenheit wäre das Jubiläumsfest am 29.4.), den Ort mit anderen, „bereicherten“ Augen sehen. Mir wird es definitiv so gehen.  

          Martin Guth

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