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„Masken sind das effektivste Mittel“

Leiterin der Weidigschule Butzbach, Annette Pfannmüller, zum ersten Schultag nach den Weihnachtsferien

BUTZBACH (thg). Im Zeichen von Omikron stand gestern auch die Rückkehr der Schüler nach den Weihnachtsferien an ihre Lernstätten in der nordwestlichen Wetterau. Kultusminister R. Alexander Lorz hatte angekündigt: „Damit der Unterricht trotz Omikron so sicher wie möglich ist, halten wir an unseren bewährten strengen Schutz- und Hygienemaßnahmen fest.“ Dass diese Vorkehrungen an der Weidigschule erfolgreich sind, machte gestern Schulleiterin Annette Pfannmüller im Gespräch mit der BZ deutlich. 

„Es war ein ruhiger Start“, erklärte die Leiterin des Butzbacher Gymnasiums mit fast 1200 Schülern und 110 Lehrern. Unter allen Testungen auf eine Corona-Infektion am Morgen sei nur ein positiver Selbsttest gewesen, der nun noch mit einem PCR-Test überprüft werde. „Über die Ferien sind nur ganz wenig Quarantäne-Meldungen von Eltern eingegangen“, schilderte Pfannmüller. Keiner der Lehrer sei in Quarantäne. 

Ihre Sorge, dass nach Zusammenkünften an den Feiertagen und Urlauben viele positive Fälle am ersten Schultag auftreten könnten, sei unbegründet gewesen. So sprach die Schulleiterin ein großes Lob aus: „Ich bin wirklich immer wieder begeistert dass unsere Schüler und ihre Eltern sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgehen.“ 

Unter den Lehrern betrage die Covid-19-Impfquote nahezu 100 Prozent, 90 Prozent betrage sie bei den Oberstufenschülern, sagte Pfannmüller. Sie glaube, dass auch daher bislang die Infektionszahlen an der Schule nicht rasant anstiegen.

Wie bereits seit einiger Zeit vor den Weihnachtsferien werde die Teststrategie fortgesetzt. Ungeimpfte Schüler testen sich dreimal in der Woche, Geimpfte dürfen sich ebenfalls testen. Als „tatsächlich effektivstes Mittel“ bezeichnete die Pädagogin die Maskenpflicht am Platz. Selbst bei einem positiven Testergebnis eines Schülers seien keine Fälle aufgetreten, in denen sich die Sitznachbarn angesteckt hätten. Die Infektionsfälle ließen sich auf das private Umfeld zurückführen. Meist sei ein Familienangehöriger angesteckt, dann werde der Schüler positiv getestet. Das gehe aus den Kontaktverfolgungen hervor. 

Auf dem Schulhof besteht keine Pflicht zum Tragen von Masken. Das gilt auch für das Essen. Bislang habe diese Praxis keine negativen Folgen gehabt. 

Die weiteren Maßnahmen wie Abstand halten, Hygieneregeln und das Lüften würden nach wie vor eingehalten, ergänzte die Schulleiterin. Etwa zehn Luftreinigungsgeräte seien am Gymnasium vorhanden, die der Wetteraukreis als Schulträger angeschafft habe. Sie werden in festgelegten Räumen eingesetzt, in denen das Querlüften nicht möglich sei, etwa in den Hörsälen mit nur kleinen, in einiger Höhe angebrachten Fenstern. Der Einsatz weiterer Luftreiniger sei vom Kreis nicht genehmigt. 

Nachdem vor zwei Jahren das Abitur unter strengen Pandemieregeln ablief und im vergangenen Jahr wegen der Umstellung auf G9 kein Abiturjahrgang die Schule verließ, bereiten sich nun 126 Schüler auf die allgemeine Hochschulreife vor. Derzeit seien noch keine Vorgaben zu den Abläufen gemacht worden, berichtete Pfannmüller. Unter anderem wegen der Impfquote unter den Schülern seien es andere Voraussetzungen als 2020. Ein Problem hinsichtlich der zeitlichen Abläufe sei die Tatsache, dass das Abitur in diesem Jahr erstmals nach den Osterferien beginne. 

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