Mehr Dienstleistungen für die Stadt

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Mehr Dienstleistungen für die Stadt

Anbau der Energie und Versorgung Butzbach soll im Oktober fertig sein / Weitere Mitarbeiter benötigt

BUTZBACH (thg). Mehr als zwei Millionen Euro investiert die Energie und Versorgung Butzbach (EVB) in den Anbau auf dem Unternehmensgelände im Himmrichsweg. Darüber informierte Geschäftsführer Michael Weiß. 

Voraussichtlich Ende Oktober können die neuen Räume belegt werden. Wie Weiß mitteilte, befindet sich der Innenausbau in der letzten Phase. Dann folgen die notwendigen Abnahmen der Arbeiten. 

Im Jahr 1998 zog die EVB in das Hauptgebäude des städtischen Unternehmens hinter den Gleisen der Hessischen Landesbahn ein. Mittlerweile reiche die vorhandene Fläche nicht mehr aus. Die Arbeitsstättenrichtlinie müsse beachtet werden, so Weiß. 93 Vollzeitbeschäftigte zählt die EVB derzeit. In absehbarer Zeit werde die Anzahl aber die Zahl 100 überschreiten. Gebraucht würden Monteure, aber auch Verwaltungsmitarbeiter. Derzeit befänden sich wegen der Corona-Pandemie aber Beschäftigte in Kurzarbeit, derzeit gebe es auch keine Einstellungen. 

Neben der Versorgung der Kunden mit Elektrizität, Gas und Wasser sowie der Abwasserbeseitigung, sei die Fülle der Aufgaben in den vergangenen Jahren noch gewachsen. Die Stadt Butzbach sei Eigentümerin von 91 öffentlichen Gebäuden. Die technische Betreuung übernehme das städtische Unternehmen. Insofern habe sich auch der Aufgabenbereich verändert und sei auf dem Sektor Dienstleistungen „für den hoheitlichen Bereich“ erweitert worden. 

Weil die EVB solche Aufgaben für die Stadt übernimmt, werde auch der kommunale Haushalt entlastet. Innerhalb des Unternehmensverbunds sei die EVB die „Tochter“, die das Geld verdient. Die Bereiche Parkhäuser und Bäder arbeiteten defizitär und seien somit Zuschussbetriebe. 

Im Bereich Klimaschutz ist die EVB ebenfalls an Projekten der Stadt beteiligt. Weiß sagte unter anderem, dass die EVB weiterhin davon überzeugt sei, dass die Wind-energie einen wesentlichen Beitrag leisten könne. Er erinnerte daran, dass bereits 320 000 Euro an „Vorlaufkosten“ für den Butzbacher Windpark zu Buche schlagen. Dort wo die drei Windstandorte im Bereich des städtischen Waldes lägen, befänden sich derzeit bereits freie Flächen allein schon wegen der Trockenheit, die in Verbindung mit dem Borkenkäferbefall zu einem Fichtensterben geführt hätten. 

Zum Bereich Klimaschutz zählt die EVB auch die Fernwärmeversorgung, die in jüngsten Beschlüssen der Stadtverordnetenversammlung bereits für Neubaugebiete vorgeschrieben wurde. 1988 habe das Unternehmen bereits mit der Versorgung der Housing Area mit Fernwärme begonnen, als die US-Armee noch in Butzbach vertreten war. Nach Modernisierungsschritten folgte nach dem Abzug der Amerikaner und der Umgestaltung des Areals die Weiterentwicklung der Fernwärmeversorgung im Degerfeld. Dabei arbeitet die EVB auch mit der Butzbacher Wohnungsgesellschaft zusammen, die drei Hochhäuser in der Pohl-Gönser Straße sollen ebenfalls mit Fernwärme versorgt werden. 

Für die „sichere und bedarfsgerechte Versorgung unserer Kunden“, so Weiß, wendet die EVB alljährlich Millionenbeträge auf. So umfasste der Wirtschaftsplan für das Jahr 2018 ein Volumen von 12,1 Millionen Euro für Projekte, von denen 8,7 Millionen Euro benötigt wurden. Für das Jahr 2019 standen 10,2 Millionen Euro zur Verfügung, für 7,7 Millionen Euro wurden Projekte realisiert. Wegen der Corona-Pandemie habe es im laufenden Jahr Verzögerungen gegeben. Die EVB plant dennoch mit einem Volumen von 6,2 Millionen Euro für neue Vorhaben.

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