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KINDERBETREUUNG –  Rockenberger Ausschuss stimmt für Freistellung und Gebührenerhöhung

ROCKENBERG (thg). Ab Januar sollen die Kitas in Rockenberg länger geöffnet sein. Dafür hat sich der Rockenberger Haupt- und Finanzausschuss  am Montag einstimmig ausgesprochen. Von 7.00 bis 17.00 Uhr im Oppershofener und Rockenberger Kindergarten- und bis 16.00 Uhr im Rockenberger U3-Bereich ist dann geöffnet. Zum neuen Kindergartenjahr soll es zudem eine Freistellung der Kindertagesstättenleiterin von zwei Stunden pro Gruppe und Woche geben, für die Stellvertreterin eine Stunde. Das macht eine Änderung am Stellenplan und einen Nachtragshaushalt erforderlich. Nicht zuletzt werden die Betreuungsgebühren angehoben. 

Bürgermeister Manfred Wetz berichtete nach der Sitzung auf Anfrage, dass die Gebührensatzung unter dem Aspekt der vom Land eingeführten Freistellung von den Gebühren – für sechs Stunden – für Kinder ab drei Jahre geändert werde. Er legte einen Kompromissvorschlag vor, der sich zwischen den bisherigen Gebühren und dem Betrag, der sich aus der Freistellung ableitet, bewegt. Für Kindergartenkinder würden dann 180 Euro im Monat für die Ganztagsbetreuung ohne Mittagsbetreuung zu Buche schlagen, bislang sind es 143 Euro. Der verbleibende Elternanteil beliefe sich dann auf 44,40 Euro monatlich. 

Die Freistellung der Leitung wünschten sich die Eltern wegen des gestiegenen Informations- und Gesprächsbedarfs. Der Verwaltungs- und Dokumentationsaufwand seien gestiegen. Für die Kita Rockenberg wären zehn plus fünf Stunden Freistellung zu gewähren. Knapp zwei Stellen werden benötigt, wenn die Öffnungszeiten verlängert werden bei Vollbelegung der beiden U3- und der drei Ü3-Gruppen in Rockenberg. Zuzüglich Freistellung müssten 2,2 Stellen besetzt werden. Mit der Erweiterung der Kita Rockenberg soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Nach Fertigstellung würden weitere 2,3 Stellen erforderlich. 

Zudem stehen in der zweiten Jahreshälfte Verhandlungen über den Abschluss eines neuen Kita-Betriebsvertrags mit dem Bistum Mainz für die Kita Oppershofen bevor. Im Zuge dessen sei zu überlegen, ob die Personalausstattung, die über den gesetzlichen Mindestanforderungen liegt, auch in der kommunalen Kita eingeführt werden soll. 2,1 Stellen zusätzlich würde dies bedeuten. 

Fest steht laut Wetz bereits derzeit, dass das Defizit der Gemeinde im Bereich der Kinderbetreuung weiter steigt. Für das Jahr 2017 sah der Haushalt fast 739 000 Euro Unterdeckung vor, für dieses Jahr sind es knapp 848 000 Euro und für das kommende Jahr voraussichtlich 891 000 Euro. 

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