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Mehr Klarheit ab Montag oder im August

FEUERWEHR – Mehrheit der Butzbacher Parlamentarier für Pohl-Gönser Festplatz als Kirchen-Alternative

BUTZBACH (thg). Nun heißt es warten auf die Sitzungsrunde im August. Denn dann soll sich endgültig entscheiden, wo das neue Gerätehaus für die Kirch-Gönser Feuerwehr gebaut wird. Die Stadtverordnetenversammlung beschloss mit Mehrheit, dass als Alternativstandort zur mit Altöl belasteten Kirchen-Parzelle der Festplatz knapp hinter der Stadtteilgrenze auf Pohl-Gönser Gebiet – der sich im Eigentum der Stadt befindet – ausgewählt wird. Aber Vertragsverhandlungen mit der Kirche und juristische Beratungen sollen noch weitere Klarheit darüber ergeben, ob die Stadt die von der Feuerwehr favorisierte Fläche kauft oder pachtet. 

In der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung lehnte die CDU den Beschluss ab, bei Enthaltung der UWG-Fraktion, die noch Beratungsbedarf anmeldete und auf die abschließende Entscheidung im August verwies und Zustimmung von SPD, Grünen und FDP. Bürgermeister Michael Merle hatte vor der Abstimmung auf die zwiespältige Situation hingewiesen, dass der Gutachter zwar davon spreche, es bestehe kein Risiko mit der belasteten Fläche (die BZ berichtete), dass aber in den Vertragsgesprächen sowohl die Kirche als auch die Stadt klarmachten, dass sie nichts mit einem Risiko zu tun haben wollten. Am Montag hat die Stadt einen Termin im Regierungspräsidium Südhessen, um weitere Klarheit über das Thema Bebaubarkeit zu gewinnen, kündigte Merle an. 

„Ein bisschen irrational“ fand Benjamin Seliger (CDU) die Haltung, das Kirchengrundstück weiter abzulehnen. Sein Fraktionsvorsitzender Stefan Euler hatte neben den Ergebnissen der betrachteten Gutachten unter anderem angeführt, dass der Pohl-Gönser Standort für Feuerwehrleute vom Stautzert eine weitere Anfahrt bedeute. Er kämpfe darum, dass das Haus auf dem Kirchengrundstück gebaut werde. In der Standortfrage müsse auch berücksichtigt werden, was diese für die Wehrfähigkeit bedeutet. 

Die Kirch-Gönser Wehr bleibt weiter außer Dienst. Wie Wehrführer Jörg Winter gegenüber der BZ äußerte, werde die Einsatzabteilung je nach Entscheidung im August erst wieder aktiv. Sollte sich früher abzeichnen, dass etwa der Magistrat eine Lösung beschließt, die im Sinne der Feuerwehr ist, stellte Winter in Aussicht, dass die Mannschaft auch früher wieder den Dienst aufnimmt. 

Grünen-Fraktionsvorsitzende Jutta Schneider und FDP-Fraktionsvorsitzender Oliver Löhr verwiesen darauf, dass im August hoffentlich eine so umfassende Beschlussvorlage beraten werde, dass eine Entscheidung getroffen werden könne. „Es geht um das Wohl der Stadt“, sagte Löhr, der auch für Gespräche mit den Feuerwehren Kirch- und Pohl-Göns plädierte. 

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