Mehrheit wünscht sich „intakten Wald“

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Mehrheit wünscht sich „intakten Wald“

UMFRAGE – Butzbacher Bürgerinitiative verweist auf Zahlen und kritisiert laufendes Windkraft-Vorhaben

BUTZBACH (pe). 82 Prozent der Deutschen fordern laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag der Naturwald Akademie gGmbH Lübeck, dass Bund, Länder und Kommunen sich entschiedener für den Wald als natürlichen Lebensraum einsetzen. Darauf weist die Butzbacher Bürger-
initiative (BI) „Unser Wald“ in einer Pressemitteilung hin. Für die Mehrheit der Befragten sei der Schutz der biologischen Vielfalt im Wald wichtiger als die forstwirtschaftliche Nutzung.

Grundsätzlich werde eine intakte Natur gewünscht. Das bedeute für die BI in Butzbach auch, dass keine Industrieanlagen wie Windkraftanlagen mitten in einem intakten Wald errichtet werden sollten. In der Genehmigung des Regierungspräsidiums seien der Tier- und Naturschutz hinter die Interessen der Menschen gestellt worden. Das Bauvorhaben im Butzbacher Wald werde auch nach einer klaren Entscheidung des Butzbacher Parlaments weiter vorangetrieben. 

„Der Gipfel der Unglaubwürdigkeit“ sei aber die Antwort auf eine Anfrage der Grünen in der jüngsten Verbandsversammlung  des Zweckverbands Oberhessische Versorgungsbetriebe. Danach gäbe es keine (Mops-) Fledermäuse in dem Bereich des Waldes, in dem Windkraftanlagen errichtet werden sollen, während in der Genehmigung des Regierungspräsidiums Darmstadt erhebliche Stillstandszeiten der Anlagen wegen Fledermäusen angeordnet sind, so BI-Sprecher Markus Ruppel. „Der Verfasser der Antwort ignoriert damit den Genehmigungsbescheid.“

Laut der Forsa-Umfrage bewerten 89 Prozent der Deutschen den Schutz von Wasser, Klima und Böden durch den Wald als sehr bedeutend. Mehr Waldnaturschutz, weniger Forstwirtschaft, sagt die Mehrheit der Befragten: 55 Prozent. Je jünger die Befragten, desto wichtiger ist ihnen der Wald als Schutzraum für biologische Vielfalt.

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