„Menschheit ohne Menschlichkeit“ und Appell „Nie wieder Krieg“

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„Menschheit ohne Menschlichkeit“ und Appell „Nie wieder Krieg“

BUTZBACH. Die Weidigschüler bei einer Gedenkveranstaltung in der Frankfurter Paulskirche (2022). Foto: Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge.

„Demokratikum“ am 9. März im Butzbacher Museum erinnert an Bombenopfer und Nachkriegszeit 

BUTZBACH (pd). „Menschheit ohne Menschlichkeit“ lautet der Titel einer Veranstaltung in drei Teilen mit Beteiligung von Schülern der Weidigschule am Donnerstag, 9. März, im Museum Butzbach. Die Veranstaltung beginnt um 18.00 Uhr im Museum, Färbgasse 16, der Eintritt ist frei. 

Die Bombenangriffe auf Butzbach jähren sich am 9. März zum 68. Mal. Die Zahl der Butzbacher, die darüber berichten können, nimmt stetig ab. Um die Erinnerung zu bewahren, wurden für das Museum Butzbach Zeitzeugenfilme erstellt und einer dieser Filme wird im ersten Veranstaltungsteil zu sehen sein. Anneliese Funk berichtet darin eindrücklich von ihren Erlebnissen und führt die Schrecken des Zweiten Weltkriegs für nachfolgende Generationen vor Augen. 

Erinnern liegt auch den Schülern der Weidigschule am Herzen. Sie verfassten eigene Texte für die zentrale Gedenkfeier des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, die im Oktober vergangenen Jahres in der Frankfurter Paulskirche stattfand. Bei der Abendveranstaltung im Museum haben die Butzbacher und Butzbacherinnen, die nicht in der Paulskirche sein konnten, nun die Möglichkeit, diese Beiträge zu hören. 

„Nie wieder Krieg!!“ heißt der sich daran anschließende Vortrag von Ulrike von Vormann. Im Jahr 1947 geboren, hat von Vormann sich den Nachkriegsjahren in Butzbach gewidmet. Bombentrichter in der Nachbarschaft, traumatisierte Erwachsene und ältere Kinder gehörten zu den „Normalitäten“ dieser Nachkriegsgeneration. Spätheimkehrer und noch sehr lebendige Erzählungen in der Familie ließen von Vormann mit dem ständigen Satz „Nie wieder Krieg“ groß werden. Aufgrund aktueller Geschehnisse in der Welt, aber auch im Andenken an die Butzbacher Kriegsopfer, möchte sie ihre Erlebnisse und Gedanken an diesem Abend an das Publikum im Museum weitergeben. Weitere Informationen gibt es unter www.demokratikum.de.

Das Land fördert das „Demokratikum“ in Butzbach über das Förderprogramm „Zukunft Innenstadt“.

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