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Merle ist der erste Kandidat

BÜRGERMEISTERWAHL –  SPD nominiert / CDU stellt Herausforderer / FDP tagt / UWG und Grüne überlegen

BUTZBACH (pe). Bürgermeister Michael Merle möchte sein Amt behalten. Der SPD-Ortsverein Butzbach wählt in seiner Mitgliederversammlung heute um 20.00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Maibach den Bewerber für die Wahl des Butzbacher Bürgermeisters am 28. Oktober. Der SPD-Ortsvereinsvorstand hat Mitte April beschlossen, der Mitgliederversammlung Merle als Kandidat der SPD vorzuschlagen, wie Vorsitzender Michael J. Mentz mitteilt. 

Weitere Bewerbungen innerhalb der SPD lagen Mentz bis gestern nicht vor. Die Butzbacher CDU will ihren Mitgliedern Ende Mai einen Kandidaten zur Abstimmung präsentieren, die UWG will im Juni beschließen, ob und wen sie zum Kandidaten kürt. Bei den Butzbacher Grünen ist die endgültige Entscheidung darüber noch nicht getroffen, die FDP wollte gestern Abend über das Thema beraten. 

„Ich freue mich auf die Herausforderung“, sagte Bürgermeister Merle auf Anfrage auf eine weitere, dann dritte sechsjährige Amtszeit bezogen. Im Vorfeld habe er die Entscheidung in der Familie geklärt. Nun entschieden die SPD-Mitglieder über seine Kandidatur. „Die Wahl will erstmal gewonnen werden“, sagte er über die Abstimmung im Herbst. Klar ist, dass er die neue Amtszeit dann voll erfüllen werde. „Ich mag die Kommunalpolitik, auch wenn es manchmal anstrengend ist.“ Unter anderem führte er an, dass oftmals Entscheidungen „von oben“, also etwa Landes- oder Bundesebene auf die Kommunen wirkten. „Das muss man den Bürgern erklären. 

CDU-Vorsitzender Stefan Euler erklärte, dass der geschäftsführende Vorstand getagt habe, Fraktion und Vorstand kämen kommende Woche zusammen. „Wir werden einen Kandidaten stellen“, sagte er, ohne Näheres zu nennen. Doch handele es sich nicht um einen externen Bewerber, sondern einen Butzbacher, der die Region kenne und perspektivisch auch länger das Bürgermeisteramt bekleiden könne. Der Blick gehe auch schon in Richtung Kommunalwahl 2021. Die Mitglieder stimmten dann Ende des Monats ab. 

„Wir wollen die Rathausspitze stellen“, unterstrich Euler, der einräumte, dass es durch die dauerhafte CDU-SPD-Zusammenarbeit während Merles Amtszeiten schwierig sei, aber die Union habe einiges an Unterschieden herausgearbeitet. Dies seien „Nadelstiche“. Auf seine eigene politische Zukunft angesprochen, sagte Euler: „Ich könnte mir vorstellen, irgendwann mal ein politisches Hauptamt in dieser Stadt zu bekleiden.“ Die Arbeit mache ihm Spaß, und „unsere Stadt kann in vielen Dingen besser“ werden. „Ich würde gerne Bürgermeister dieser Stadt werden, ob am 28. Oktober oder in ein paar Jahren.“ 

Im Juni sollen die UWG-Mitglieder beschließen, ob und mit wem die Wählergruppierung in den Bürgermeisterwahlkampf einzieht, wie Vorsitzender Thomas Gerum sagte. Dem wolle er nicht vorgreifen. Es werde „durchaus den einen oder anderen Bewerber geben“, aber alles Weitere sei Kaffeesatzleserei. Es bestehe ein Interesse, dass es mehr als einen Kandidaten am 28. Oktober gibt, die Bürger sollten eine Wahlmöglichkeit haben. 

Leise Töne, die Grünen würden keinen Kandidaten stellen, wollte Vorsitzende Jutta Schneider nicht bestätigen. „Die endgültige Entscheidung ist noch nicht getroffen.“ Die zu beachtenden Fristen liefen noch. 

Zur FDP-Vorgehensweise gab es gestern noch keine abschließende Aussage. „Der Vorstand berät heute Abend darüber“, sagte FDP-Vorsitzender Oliver Löhr. Bei Redaktionsschluss stand das Ergebnis noch nicht fest.

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