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Millionen-Programm für Kernstadt

BUTZBACH. Unter den Vertretern der Kommunen, die Förderbescheide für Städtebauprojekte entgegennahmen, war auch Bürgermeister Michael Merle. Foto: Wirtschaftsministerium

FÖRDERUNG – Bürgermeister Michael Merle nimmt Förderbescheid für Stadtentwicklung entgegen

BUTZBACH (thg/pm). Über 20 hessische Städte und Gemeinden wurden gestern offiziell neu in die Städte-
bauförderung aufgenommen, wie das Wirtschaftsministerium berichtet. Gefördert werden die Kommunen unter anderem im Förderprogramm „Aktive Kernbereiche“, für das sich die Stadt Butzbach erfolgreich beworben hatte. 277 000 Euro stehen der Weidigstadt nun bereits für dieses Jahr zur Verfügung, wie Bürgermeister Michael Merle gestern mitteilte. „Ich freue mich sehr“, sagte er.

Für Grünflächen, soziale Treffpunkte und lebendige Ortskerne haben Land und Bund für hessische Kommunen 102 Millionen Euro bewilligt. Diese Zahl nannte Wirtschafts- und Wohnungsbauminister Tarek Al-Wazir in Wiesbaden. „Aktive Kernbereiche“ fördert Maßnahmen in Zentren, die das Wohnen, die Funktions- und Angebotsvielfalt, Aufenthaltsqualität, stadtverträgliche Mobilität und das Engagement Privater unterstützen. Aus diesem Förderstock erhalten 35 Kommunen, darunter Butzbach, nach Angaben des Ministers im laufenden Jahr rund 16 Millionen Euro.

Im Programm „Soziale Stadt“ erhalten in diesem Jahr insgesamt 32 Standorte, davon zwei neue, rund 28 Millionen Euro. „Zukunft Stadtgrün unterstützt Kommunen bei der Sicherung und Vernetzung ihrer Grün- und Freiflächen. Zwei neue Standorte sind hinzugekommen, sodass 14 Orte zusammen rund 7,5 Millionen Euro Fördermittel erhalten. Für „Soziale Integration im Quartier“ gehen 17,9 Millionen Euro in zehn Kommunen. 

Alle Programme werden gemeinsam von Bund und Ländern getragen. Besonderes Ziel ist laut Bund der Erhalt und die Revitalisierung von Stadt- und Ortskernen sowie die Nutzung innerörtlicher Brachflächen für den Wohnungsbau. Im vergangenen Jahr hatte die Stadt Butzbach bereits einen Anlauf unternommen, in das Kernbereiche-Programm aufgenommen zu werden, war aber gescheitert. Im zweiten Anlauf führte die Bewerbung zum Erfolg.

Zehn Jahre beträgt der Förderzeitraum. Der Antrag, den die Stadtverordnetenversammlung im Sommer verabschiedete, enthielt die Summe von zwölf Millionen Euro für das kommende Jahrzehnt. Im nächsten Schritt soll nun ein integriertes Stadtentwicklungskonzept erstellt werden. Dies muss zunächst ausgeschrieben werden, wie Merle erläuterte. Das Fördergebiet umfasst die engere Innenstadt und Altstadt. 

Die Maßnahmen könnten sich laut Konzept aus dem Sommer unter anderem richten auf die Gestaltung der Stadtmauer, die Aktivierung des früheren Gasthauses Werb und die Aufwertung der Michaeliskapelle. Daneben wurden in der Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Thema die Alte Mälzerei, die Parkdecks, die Limes-Galerie, der Friedhof, das Museum und der Lahntorpark als markante Punkte für das Programm ausgewählt.

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