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Mit 35 Einsätzen ein „ruhiges Jahr“

MÜNZENBERG. Das Foto zeigt den gewählten Wehrfühervorstand der Münzenberger Feuerwehr mit Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer (v.l.) Stadtbrand- inspektor Alexander Weber, Schriftführer Rüdiger Schwaninger, zweiter stellvertretender Stadtbrandinspektor Dieter Nicolai und erster stellvertretender Stadtbrandinspektor Markus Brückel.

Last Updated on 20. September 2020 by Simone Jüngel

Hauptversammlung der Münzenberger Feuerwehr / Trio der Stadtbrandinspektoren einstimmig wiedergewählt

MÜNZENBERG (pe). Stadtbrandinspektor Alexander Weber und seine beiden Stellvertreter Markus Brückel und Dieter Nicolai wurden in der gemeinsamen Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Münzenberg einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Rüdiger Schwaninger bleibt weiter Schriftführer.

Weber eröffnete die Jahreshauptversammlung. Aufgrund der Pandemielage und der damit verbundenen Verordnungen und erlassenen Vorgaben eine bisher einmalige Jahreshauptversammlung, so Weber.  

Weber berichtete, dass 124 Aktive in der Münzenberger Einsatzabteilung ihren Dienst leisten. In jedem Stadtteil sind weibliche Einsatzkräfte aktiv. In der Ehren- und Altersabteilung sind 43 Mitglieder organisiert. Der zeitliche Aufwand für die Mitglieder für die Ausbildung sei in den vergangenen Jahren immer weiter gestiegen. Neben der zweijährigen Grundausbildung sind das Thema Digitalfunk, Atemschutztauglichkeit und die damit geforderte körperliche Eignung Punkte, die nicht alle erfüllen. „Ein gut ausgebildeter und tauglicher Atemschutzgeräteträger ist eine wertvolle und besondere Einsatzkraft“, so Weber. Die Truppmann-2-Ausbildung wird weiterhin zusammen mit Butzbach und Rockenberg absolviert, was einmalig und sehr erfolgreich im Wetteraukreis ist.  

Einen großen zeitlichen Rahmen nahm auch die Ausbildung für das Personal zur Besetzung des Einsatzleitwagens (ELW) ein, der am 15. April 2019 in Dienst gestellt wurde. Die ELW-Gruppe umfasst zwölf Personen, davon arbeiten acht im Schichtdienst. 

Die Münzenberger Feuerwehr wurde zu 35 Einsätzen gerufen, was man als ruhiges Einsatzjahr bezeichnen kann, so Weber. Erfreulich sei, dass nach dem Bedarfs- und Entwicklungsplan die Maßnahmen in der Umsetzung sind oder zur Umsetzung anstehen. So wurde ein Mannschaftstransportwagen für die Feuerwehr Münzenberg beschafft und ein weiteres für die Feuerwehr Trais-Münzenberg wurde dieses Jahr im März in Dienst gestellt. Bauliche Maßnahmen an den Gerätehäusern laufen planmäßig. 

Über die Aktivitäten der Feuerwehrjugend berichtete Stadtjugendfeuerwehrwart Andreas Walter. 48 Mädchen und Jungen sind in den Jugendfeuerwehren der Stadt Münzenberg. Dies ist der niedrigste Stand seit Jahren, ist aber auch den Übergaben an die Einsatzabteilung geschuldet. Verstärkte Mitgliederwerbeaktionen (Foto-/Plakataktionen, Flyer) sollen die erhoffte Verstärkung bringen.  Beim Stadtpokal der Jugendfeuerwehren in Trais-Münzenberg belegte die Gruppe I aus Trais-Münzenberg den ersten und die Gruppe II den zweiten Platz gefolgt von Ober-Hörgern, Gambach und Münzenberg. An der Jugendflamme Stufe 1 nahmen vier Mitglieder aus der Jugendfeuerwehr teil und eine Gruppe aus Teilnehmern der Jugendfeuerwehren Gambach, Ober-Hörgern und Trais-Münzenberg nahmen an der Leistungsspange in Nidda erfolgreich teil. 

Da das Amt des Stadtjugendfeuerwehrwartes nicht besetzt ist, berichtete Stadtbrandinspektor Weber. Die Kinderfeuerwehren in Gambach und Trais-Münzenberg bestehen aus 20 Kindern. In Jahr 2019 wechselten zwei Kinder von der Kinderfeuerwehr in die Jugendfeuerwehr. Seit Anfang 2020 gibt es nun auch eine Kinderfeuerwehr in Ober-Hörgern. 

Über den Katastrophenschutzzug der Stadt Münzenberg berichtet Zugführer David Sickel, dass die  Schwerpunkte im vergangenen Jahr in der Einweisung des ELW, GABC und die Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen wie dem THW oder DLRG waren. Im vergangenen Jahr waren 49 Mitglieder im Katastrophenschutzzug aktiv. Die Übungs-Planungen für das Jahr 2021 sind abgeschlossen und Sickel hofft, dass sie auch stattfinden können. 

David Schneider aus Gambach und Max Ries aus Ober-Hörgern wurden als Feuerwehrmann-Anwärter begrüßt. Zum Oberlöschmeister wurde Christian Mohr aus Gambach und Jens Görlach aus Ober-Hörgern befördert. Dieter Nicolai wurde von Kreisbrandmeister Matthias Meffert zum Hauptbrandmeister befördert. 

Für zehn Jahre aktiven Dienst erhielt Daniel Knorr aus Münzenberg eine Anerkennungsprämie. Die Anerkennungsprämie für 30 Jahre erhielt Andreas Herder aus Gambach.  Eine Anerkennungsprämie für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten Hagen Vetter und Reiner Grieb aus Gambach und Hilmar Weiß aus Trais-Münzenberg. 

Aus den Händen von Meffert erhielten das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre aktiven Dienst Jürgen Diehl aus Gambach, Nina Bingel, Steffen Mohr und Simone Pitz aus Ober-Hörgern und Martin Sames aus Trais-Münzenberg. 

Das Goldene Brandschutzehrenzeichen am Bande für 40 Jahre aktiven Dienst erhielten Ulrich Zörb, Gerold Müller und Manfred Schmitt aus Ober-Hörgern und Roland Straka aus Gambach. Die Goldene Ehrennadel erhielten Hagen Vetter und Hilmar Weiß. 

Für ihre Jugendarbeit erhielten David Sickel die Floriansmedaille in Silber, Dustin Jakobi, Nino Arlt und Kai Bröder die Floriansmedaille in Bronze. 

Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer bedankte sich für die konstruktive Zusammenarbeit.

MÜNZENBERG. Die Floriansmedaille erhielten in der Hauptversammlung der Münzenberger Feuerwehr für ihre Verdienste (v.l.) Dustin Jakobi, David Sickel und Nino Arlt. Befördert wurde Jens Görlach zum Oberlöschmeister.

MÜNZENBERG. Für langjährigen Feuerwehrdienst wurden Aktive geehrt (v.l.): Andreas Herder erhielt eine Anerkennungsprämie (30 Jahre), Jürgen Diehl das Silberne Brandschutzehrenzeichen am Bande für 25 Jahre, Gerold Müller das Goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre, Hagen Vetter die Goldene Ehrennadel, Manfred Schmitt das Goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre, Ulrich Zörb das goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre und Roland Straka das goldene Brandschutzehrenzeichen für 40 Jahre.

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