Mit Apfelfest auf dem Marktplatz warb BUND für Streuobstwiesen-Erhalt

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Mit Apfelfest auf dem Marktplatz warb BUND für Streuobstwiesen-Erhalt

BUTZBACH. Mit dem Apfelfest auf dem Marktplatz machte der BUND am Samstag auf den Erhalt der Streuobstwiesen aufmerksam. BUND-Vorsitzender Gernot Krämer erledigte das Auspressen der gehäckselten Äpfel. Text + Fotos: rtz

BUTZBACH (rtz). Seit Jahren veranstaltet der Ortsverband Butzbach des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) am letzten Samstag im September auf dem Butzbacher Marktplatz sein Apfelfest. Von 9 bis 13 Uhr wurden dort die auf einer städtischen Streuobstwiese in Butzbach-Hoch-Weisel geernteten Äpfel gekeltert. Der Vorsitzende Gernot Kremer erledigte das Auspressen der gehäckselten Äpfel. Außerdem wurden Apfelwein und Apfelküchle, Schmalzbrote, Gelees, Kaffee und selbstgebackene Kuchen angeboten. 

Ziel dieser Aktion war es, auf die Streuobstwiesen und ihre Probleme aufmerksam zu machen. Dieses für die Wetterau so typische Element im Landschaftsbild ist nach wie vor akut bedroht. Durch die extremen Hitzeperioden in diesem und den vergangenen Jahren hat sich die Situation sogar noch verschärft: Viele alte Obstbäume werden in naher Zukunft absterben. Da der Streuobstanbau wirtschaftlich nicht mehr lohnend ist, wurden über Jahre hinweg notwendige Neuanpflanzungen unterlassen und die Pflege der Bäume vernachlässigt. Erst seit Mitte der 80er Jahre wird versucht, mit der Förderung von Neuanpflanzungen dieser Bedrohung Einhalt zu gebieten. 

Mit Nachpflanzungen allein ist es jedoch nicht getan. Bis die kleinen Obstbäume zu großen, mächtigen Bäumen herangewachsen sind, vergehen viele Jahre, in denen sie immer wieder Pflege brauchen. Durch fehlende oder nicht sachgerechte Pflege und die zum Teil extremen Wettersituationen in den vergangenen Jahren mit unregelmäßigem Niederschlag, Perioden mit langer Trockenheit und großer Hitze hat sich der Zustand vieler Bäume verschlechtert. Neue Krankheiten wurden eingeschleppt und befallen die unter Stress stehenden Bäume. Viele Obstbäume werden daher ohne Pflege in naher Zukunft absterben. Es besteht dadurch die Gefahr, dass ein für die Wetterau typisches Element im Landschaftsbild verloren geht. 

Mit dem Apfelfest will der BUND Ortsverband Butzbach zum einen auf die Situation der Streuobstwiesen aufmerksam machen, zum anderen wurde gezeigt, dass es durchaus Spaß bereitet, sich aktiv für den Schutz der Streuobstwiesen einzusetzen. Viele Besucher informierten sich über die Aktivitäten des BUND an diesem Samstag am Informationsstand auf dem Marktplatz. Hier wurde auch für eine neue Arbeitsgemeinschaft Streuobst geworben. Es geht dabei um die Einführung in die Pflege von Streuobstwiesen. Mitmachen kann jeder aus der Bevölkerung, der sich für diese Thematik interessiert. Anmeldungen bitte bis zum 13. Oktober unter bund.butzbach@bund.net oder Telefon 06033/7488965 (idR AB). 

Auf dem Marktplatz hatte auch der Imker Rolf Schrittenlocher seinen Informationsstand zur Imkerei. Bei ihm konnte man auch neuen Honig sowie Bienenwachskerzen kaufen. Und der Pomologe Klaus Spieler aus Ober-Mörlen präsentierte eine kleine Ausstellung mit heimischen Obstsorten und beantwortete gern Fragen.

Am Verkaufsstand konnte man den frisch gepressten Saft probieren.

Der Pomologe Klaus Spieler aus Ober-Mörlen präsentierte eine kleine Ausstellung mit heimischen Obstsorten.

Beim Keltertest am Samstag auf dem Butzbacher Marktplatz informierte der BUND auf Schautafeln über seine Arbeit.

 

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