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Mit dem Tag „Mariä Lichtmess“ …

… am morgigen 2. Februar werden in den katholischen Kirchen die Weihnachtskrippen wieder abgebaut. Dann verfrachten die Küster die Heilige Familie mit Maria, Josef und dem Jesuskind in ihre Kiste auf dem Dachboden. Je nach Ausstattung gehören auch Ochs und Esel, die Hirten mit Vieh sowie die drei Weisen  oder auch Drei Könige genannt dazu. Einer von ihnen ist der dunkelhäutige Caspar, dessen Platz seit einer Säuberungsaktion in Ulm Mitte Oktober wackelt. Der Mohr ist nämlich ins Gerede gekommen. In Ulm beschlossen Dekan und Kirchengemeinde am evangelischen Münster, dass sie alle drei Könige nicht mehr aufstellen werden, weil einer von ihnen – der dunkle – als unpassend gilt. Der Kulturkampf an der Krippe erhält weiteren Zündstoff durch das Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ in Aachen, das für die diesjährige Aktion den Gruppenleitern nahelegte und empfahl, dass sich die Kinder nicht schminken, um keinen Streit mit Menschen einzuhandeln, die sich an diesem christlichen Brauch stören. – Unsere Bilder entstanden in der St. Laurentiuskirche in Oppershofen, wo ebenfalls am morgigen 2. Februar die Weihnachtskrippe wieder abgebaut wird. Das linke Bild zeigt einen der drei Krippen-Könige Caspar. Erst seit dem 14. Jahrhundert wird einer der drei Weisen dunkelhäutig dargestellt. Die Botschaft dahinter ist einfach: Auch Afrika steht an der Krippe und erweist dem wahren König seine Reverenz; auch dieser Kontinent gehört zur christlichen Welt, er wird nicht ausgegrenzt. 

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