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Mit Herzblut bei der Sache

ABITUR – Verabschiedung an der Singbergschule Wölfersheim / Zwei Schülerinnen erreichen Note 1,0

WÖLFERSHEIM (pe). Schlechte Noten, gestresste Eltern: Danebenliegen tut weh – das haben die diesjährigen Abiturienten der Singbergschule in 13 Jahren Schule oft erfahren. Umso erstaunlicher, dass Oberstufenleiter Franz Wild ihnen am Donnerstag anlässlich der akademischen Feier in der vollbesetzten Wölfersheimer Wetterauhalle zurief: „Sie dürfen Fehler machen!“ In seiner Rede ermunterte Wild die Abgänger, Chancen zu erkennen, die in Missgriffen liegen. Die Schüler sollten desweiteren optimistisch sein, denn: „Sie werden gebraucht.“ Immer wieder wurde er von Applaus der anwesenden Schüler, Eltern und Lehrer unterbrochen. 

Das besondere Verhältnis zwischen ihm und den Abiturienten zeigte sich daran, dass ein Raunen durch den Saal ging, als Wild bekannte: „In diesen drei Jahren, das kann ich Ihnen versichern, sind Sie mir an Herz gewachsen.“ Sichtlich gerührt schloss er: „Ich wünschen Ihnen alles Gute – Ihr ab heute ehemaliger Oberstufenleiter.“ 

Schulleiter Olaf Bogusch dankte Wild. „Das beweist, dass Du mit Herzblut bei der Sache bist.“ Auch Bürgermeister Eike See lobte Wild als „tollen Oberstufenleiter“ und drückte den Stolz über die Singbergschule aus, die sich in den letzten 13 Jahren sehr gewandelt habe. Daran könnten die Abiturienten sehen, „dass Veränderung nicht wehtun muss“. Der ehemalige Schulleiter und jetzige Fördervereinsvorsitzende Thomas Gerlach lobte die jungen Leute: „Ich habt durchgehalten und ihr dürft stolz sein.“ Der Vorsitzende des Schulelternbeirats Patrick Eulenkamp riet, die „Komfortzone“ der Schule zu verlassen, denn: „Die Magie des Lebens findet außerhalb statt.“ 

Dann überreichten Wild und Bogusch feierlich Urkunden für besondere Leistungen und anschließend die Zeugnisse. Dazu wurden die Gruppen der Tutoren Gräber, Ormond, Schönhals und Dr. Zipp auf die Bühne gerufen. Sebastian Roth (Gitarre), Johanna Gnau (Gesang) und Bardo Langsdorf (Klavier) sorgten für die musikalische Begleitung. Die Schüler kamen auf den landesüblichen Notenschnitt von circa 2,5, zwei Schülerinnen schafften das Abitur mit der Note 1,0. Das diesjährige Abimotto lautete „We are breaking free“. 

Der Beitrag verfällt zur festgelegten VERFALLSZEIT am VERFALLSDATUM.

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