Mit Mahnwache wird auf Marktplatz der Anschlagsopfer von Hanau gedacht

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Mit Mahnwache wird auf Marktplatz der Anschlagsopfer von Hanau gedacht

BUTZBACH (pd). Der Ausländerbeirat Butzbach und das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz gedenken der Opfer des Anschlages von Hanau vom 19. Februar 2020 und ruft zur Mahnwache am Samstag, 19. Februar, um 11.00 Uhr auf dem Marktplatz auf. Foto: yildirim

Am Samstag, 19. Februar / Ausländerbeirat und Bündnis laden die Bevölkerung ein

Bei dem rechtsextremen Terrorakt wurden eine Bürgerin und acht Bürger mit familiärer Migrationshintergrund ermordet. 

Zum zweiten Jahresgedenktag möchte der Bundeszuwanderungs- und Integrationsrat (BZI) mit seinen Mitgliedern, Netzwerken und zivilgesellschaftlichen Organisationen durch diverse bundesweite Veranstaltungen in unterschiedlichen Formaten vom Samstag, 19. Februar, bis voraussichtlich Sonntag, 27. Februar, an den Anschlag erinnern und zum Widerstand gegen Rassismus und rechte Gewalt aufrufen, heißt es in einer Presseerklärung von Ausländerbeirat und Bündnis. Damit soll auch dem Anliegen der Angehörigen gefolgt werden, die in den sozialen Medien aufgrund der aktuellen Pandemie um dezentrale Aktionen bitten, um der Opfer zu gedenken und Solidarität mit ihnen auszudrücken. 

Während der Mahnwache auf dem Butzbacher Marktplatz soll an die ermordeten Menschen erinnert werden. Die Gedanken sind an diesem Tag auch bei deren Familien. Rechte Gewalt und Antisemitismus scheinen in Teilen unserer Gesellschaft wieder hoffähig zu sein,“ schreiben die Veranstalter in ihrer Pressemitteilung. Aber für Hass und Hetze dürfe in unserem Land kein Platz sein. „Wir Deutschen tragen die Verpflichtung in uns, eine Rückkehr von Intoleranz, Hass und Gewalt mit allen Kräften zu verhindern. Hanau war und ist leider ein weiterer trauriger Höhepunkt in der langen Kette rassistischer Morde an Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund. Auch wenn der rassistische Anschlag tiefe Gräben hinterlassen hat, ist es stets unsere Aufgabe darüber nachzudenken, welche menschenverachtenden Folgen dieses Gedankengut haben kann. Wir dürfen es nicht zulassen, dass Haut-, Haarfarbe oder Name Kriterien für gesellschaftliche Akzeptanz und Teilhabe sind“, heißt es wörtlich in dem Aufruf. 

„Der Ausländerbeirat Butzbach und das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz steht für eine friedliche Stadtgesellschaft, für die Vielfalt der Kulturen, für die Glaubensvielfalt, für die Vielfalt individueller Lebensweisen, für die Menschlichkeit, für die Solidarität und nicht zuletzt für unsere Demokratie auf der Basis des Grundgesetzes,“ endet die Pressemitteilung.

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