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Mit Pawliks Ergebnis mehr als zufrieden

STIMMEN Wahlabend im Friedberger Kreishaus mit Aussagen zum Ergebnis / Ärger über AfD-Abschneiden

FRIEDBERG (jwn). Im Kreishaus trafen am Sonntagabend Politiker zusammen, um das Wahlergebnis zu erhalten und zu bewerten. Einige Stimmen zum Wahlausgang:

SPD- Unterbezirksvorsitzender Joachim Arnold: Das Ergebnis auf Bundesebene ist eine Ohrfeige für die regierenden Parteien. Es ist die Quittung für die Flüchtlingspolitik, die die große Masse im Volk nicht versteht. Für die Wetterau bin ich mit dem Ergebnis unserer Kandidatin Natalie Pawlik mehr als zufrieden. Es hat nicht viel gefehlt, und sie hätte den CDU-Kandidaten Oswin Veith das Bundestagsdirektmandat abgenommen.

SPD-Unterbezirksvorstand und neuer Kreisbeigeordneter im Planungsverband Rouven Kötter: Es ist ein schwarzer Tag für die SPD und deshalb die richtige Entscheidung, für die große Koalition in Berlin nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Wir müssen uns in der Opposition erst einmal wieder erholen. Für den Wetteraukreis freue ich mich über das Ergebnis unserer jungen Kandidatin.

Sven Weiberg (Linke): Wir haben unser Ziel, drittstärkste Fraktion im Bundestag zu werden, zwar nicht erreicht, können mit dem Ergebnis aber trotzdem noch ganz zufrieden sein. Trotzdem ärgert mich das Ergebnis für die AfD. Rechtspopulisten im Bundestag zu wissen, ist ein furchtbarer Gedanke.

Thomas Zebunke (Grüne): Unsere Erwartungen sind klar übertroffen worden. Traurig ist nur, dass wir trotzdem nur auf Platz fünf der Parteien gelandet sind. Schade ist auch, dass die SPD-Kandidatin im Wetteraukreis nicht das Direktmandat gewonnen hat. Wir Grüne konzentrieren uns jetzt erst einmal voll auf die kommenden Landtagswahlen.

Lucia Puttrich, CDU-Kreisvorsitzende: Verluste waren zu erwarten, wenn auch nicht in der Größenordnung. Früher sind die Wähler, denen die Politik nicht zusagte, nicht wählen gegangen. Dieses Mal haben sie die AfD gewählt. Die AfD hat die Angst in der Bevölkerung vor Veränderungen ausgenutzt und mit leeren Versprechungen verführt. Deshalb müssen die großen Parteien lernen, der Bevölkerung die notwendigen Veränderungen besser klar zu machen.

Achim Güssen-Ackva (FDP): Mit dem Ergebnis kann die FDP ganz zufrieden sein. Unser Kandidat Peter Heidt wird es wahrscheinlich leider nicht nach Berlin schaffen, aber wir haben uns mit einem guten Ergebnis zurück in den Bundestag gekämpft. Dazu ist das Ergebnis wiederum auch nicht so gut, dass einige den Boden unter den Füßen verlieren wie bei der Wahl 2009.

Klaus Herrmann (AfD): Ich freue mich ganz besonders über das Ergebnis. Damit hat unser Wahlkampf doch die erhofften Früchte eingebracht. Nun hoffe ich noch, dass ich jetzt auch noch den Anruf des Wahlleiters aus Berlin bekomme. Wenn es dann mit dem Einzug in den Bundestag klappt, werde ich mich vor allem um Fragen der Sicherheit und der Familienpolitik kümmern.

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