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Mittelstandspreis für Julian Lauth

BUTZBACH. Das Foto zeigt die Nominierten und die Jury des Mittelstandspreises mit dem Preisträger Julian Lauth (stehend, 3. v. r.).

FEIER – Butzbacher Schreinermeister vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft ausgezeichnet

BUTZBACH (pm). Der 34 Jahre alte Schreinermeister Julian Lauth vom Unternehmen „Holzfreude“ in Butzbach erhielt den Mittelstandspreis des regionalen Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW). Bereits zum fünften Mal wurde der Preis verliehen, denn dem Verband sei es wichtig, Unternehmerpersönlichkeiten für ihr Engagement in Wirtschaft und Gesellschaft öffentlich zu ehren und ihre Vorbildrolle als Leistungsträger zu würdigen, sagte Malu Schäfer, Leiterin des Regionalverbands. Der Preis wurde in der Ovag-Hauptverwaltung in Friedberg überreicht. 

Neben Lauth nominiert waren Sue van Bömmel, die in vierter Generation mit ihrem Mann das kleinste Geschäft auf der Kaiserstraße in Fried-berg führt: Juwelier Burck. Daniel Gal ist Gründer von GAL Digital, Vorreiter bei vielen digitalen Anwendungen. Sie erhielten ebenso einen Preis wie zusätzlich Rinku und Ramesh Sharma, die Gründer von Techeroes in Bad Vilbel. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, Schüler frühzeitig mit Coding und Robotik vertraut zu machen.

Lauth gründete im Jahr 2010 als Einzelunternehmer seinen Meisterbetrieb mit einem Auszubildenden und weniger als 10 000 Euro Kapital ohne Unterstützung von Banken oder Fördergeldern. Seit 2012 als GmbH firmierend, ist das Unternehmen mit 13 Mitarbeitern mittlerweile bundesweit tätig. Der Zielgruppe von überwiegend Privatkunden bieten Lauth und sein Team individuell im Planungsbüro entstehende Entwürfe für Küchen, Einzelmöbel und vollständige Inneneinrichtungskonzepte. Sie werden in der modern ausgestatteten Produktion sowie gemeinsam mit Kooperationspartnern umgesetzt.

Lauth verfolgt dabei konsequent und authentisch die Grundsätze eines innovativen und zeitgemäßen Designs sowie der Verwendung möglichst nachhaltiger Rohstoffe und Verfahren. So verarbeitet der Betrieb keine Hölzer von anderen Kontinenten oder gar aus dem Regenwald, verzichtet fast komplett auf den Einsatz kunststoffbeschichteter Spanplatte, setzt überwiegend auf ökologisch unbedenkliche Oberflächenbearbeitungen und legt Wert auf Material sparende Konstruktionen. Ebenso trägt der Showroom mit niedrigem Energiebedarf und einer Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher zur Nachhaltigkeit des Unternehmens bei.

Holzfreude ist ein Ausbildungsbetrieb, der auch regelmäßig Praktikanten beschäftigt. Bei der Gestaltung der Stellen geht Lauth mit hoher Flexibilität auf die Mitarbeiter ein und bietet die unterschiedlichsten Arbeitszeitmodelle, verschiedene Vergütungsmodelle und eine „Nettolohnoptimierung“ an. Dieses Engagement wurde 2019 mit der Auszeichnung „familienfreundliches Unternehmen Wetterau“ gewürdigt.

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