„Monroe-Zitate auch heute relevant“

Sedlak-Nachfolger ist aus Remscheid
31. Mai 2019
Gitarrenmusik kennt keine Grenzen
31. Mai 2019

„Monroe-Zitate auch heute relevant“

BUTZBACH. Das Foto zeigt bei der Vorstellung der Peerguides (v.l.) Senel Ayana, Sinem Ayana, Kaltrina Velija, Selen Ayana, Asrin Demirol und Oliver Leuschke.

Peerguides – Schüler von drei Butzbacher Schulen führen durch Filmstar-Ausstellung im Museum

BUTZBACH (pd). Mit einem besonderen Service kann jetzt das Butzbacher Museum aufwarten – Jugendliche der IGS Schrenzerschule, der Stadtschule und des Weidig-Gymnasiums haben sich bereit erklärt, Gruppen durch die aktuelle Marilyn Monroe-Ausstellung zu führen. Dem voraus ging eine Schulung, die Antje Sauerbier und Oliver Leuschke leiteten.

Im Mittelpunkt dieser Aktivitäten steht der Wunsch der Veranstalter, mehr Jugendliche für die Themen im Museum zu interessieren, wobei die Ansprechpartner/Besucher ebenfalls im jugendlichen Alter sein sollen, weil die Guides ihren Standpunkt zu den Ausstellungsinhalten wesentlich verständnisvoller darstellen können als Erwachsene. Dieser neue museumspädagogische Ansatz stellt sicher, dass die Themen so dargeboten werden, dass sie Betroffenheit bei den Jugendlichen erzeugen, weil die Erklärungsweisen von Jugendlichen für Jugendliche authentischer sind. Dieser Prozess wird unterstützt von den ausgelegten Karten mit Zitaten von Marilyn Monroe, die von den Guides dazu verwendet werden, deren Aussagen in Kleingruppen zur Diskussion zu stellen. Auch dabei wird den Jugendlichen deutlich, dass diese Aussagen von Marilyn Monroe bis heute nicht nur relevant sind, sondern auch zum Nachdenken anregen. Derartige Zitate sind unter anderem: „Neid ist der Schatten, den der Erfolg wirft“, „Unvollkommenheit ist Schönheit, Wahnsinn ist Genialität und es ist besser, absolut lächerlich als absolut langweilig zu sein“, „Wenn ich immer alle Regeln befolgt hätte, hätte ich es nie zu etwas gebracht“ und „Ein Sexsymbol ist ein Ding, und ich hasse es, ein Ding zu sein“.

Monroe bleibt ein Mythos mit sehr vielen Bezügen zur heutigen Zeit und mit dieser Ausstellung wird außerdem aufgezeigt, dass diese „Kunstfigur“ industriell vermarktet worden ist. In den jetzigen Zeiten des Internets, des Hate Speechs und auch der MeToo-Bewegung sollten Jugendliche dafür sensibilisiert werden, mit ihren Daten – also auch Bildern – behutsam umzugehen.

Die Aktivitäten der Peerguides in Kooperation mit dem Museum Butzbach werden vom Jugendforum des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ finanziell und strukturell unterstützt.

Interessierte Gruppen, die eine Betreuung wünschen, können sich melden bei: loewenbein@nachschule-
wetterau.de oder Tel. 0157/730 30307.

Es können keine Kommentare abgegeben werden.