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Münzenberg: Die Zukunft kann kommen

IKEK Priorisierungen sind noch bis morgen, 2. März möglich

MÜNZENBERG (Müh). Mit einem kühlen Äppler im Glas den Tag in Trais auf dem Holzdeck an der Wetter ausklingen lassen – wär‘ das was? Oder lieber morgens vor dem Frühstück eine Kneipp-Runde in der Ober-Hörgerner Weehd drehen, um den Kreislauf anzukurbeln? Vielleicht doch eher einen Snack unter der Linde auf dem Münzenberger Marktplatz? Alternativ bei einem gemütlichen Schwätzchen mit Freunden auf den Steinstufen den Blick auf den Altstädter Bach am Bürgerplatz in Gambach genießen? Das Kopfkino bei einigen der 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Online Bürgertreffs bekam während der Präsentation des im Rahmen des Förderprogramms der Hessischen Dorfentwicklung entstandenen „Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzepts“ (IKEK) reichlich Anregungen. Das macht richtig Lust auf Landleben. Die Zukunft in Münzenberg kann kommen.

Die Beispiele aus den vier Stadtteilen präsentierten Peter Alles (Ober-Hörgern), Sven Häuser (Trais) sowie Hans Pfaff (Gambach) und Wolfgang Effinger (Münzenberg) zusammen mit Rainer Tropp von Tropp Plan Aschaffenburg. Sie stehen gemeinsam mit über 200 anderen Projektvorschlägen dafür, dass den Münzenbergerinnen und Münzenbergern die Zukunftsentwicklung in ihrer Heimatstadt wichtig ist. 

Den knapp 300 Seiten starken Konzeptentwurf, den die Verantwortlichen im Online Forum vorstellten, haben die IKEK Steuerungsgruppe, die Beteiligten vom Team 360° (IfR Institut für Regionalmanagement Gießen, die Marketing Effekt GmbH Bad Vilbel und Tropp Plan Aschaffenburg) sowie Vertreter der Stadtverwaltung Münzenberg erarbeitet. 

Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer bedankte sich bei allen Beteiligten, die am Konzept mitgearbeitet haben, ganz besonders aber den ehrenamtlichen Mitgliedern der Steuerungsgruppe und aus den Ortsbeiräten. „Danke für all die Zeit, die Sie in die Zukunft von Münzenberg investiert haben“, so die Münzenberger Rathaus-Chefin.

Jetzt gilt es zu festzulegen, in welcher Reihenfolge man die vorgeschlagenen Projekte umsetzen soll. Hier sind alle gefragt. Die Meinungen der Münzenberger fließen dann in die finalen Entscheidungen der Stadtverordnetenversammlung zu den einzelnen Projekten ein. Wer sich an der Priorisierung beteiligen möchte, muss sich beeilen. Annahmeschluss ist morgen, Dienstag, 2. März. 

Die Informationen zum IKEK-Prozess sind über die Internetseite der Stadt Münzenberg abrufbar (www.muenzenberg.de). Hier ist der aktuelle Arbeitsstand ab dem 23.02.21 hinterlegt, die einzelnen Projektideen werden vorgestellt und können dort auch priorisiert werden. Wer keine Möglichkeit hat, sich digital zu beteiligen, kann seine Vorstellungen schriftlich bei der Stadtverwaltung in der Hauptstraße 22 abgeben.

Dass aus solchen Visionen in naher Zukunft Wirklichkeit wird, dafür kommt aus dem hessischen Dorfentwicklungsprogramm Unterstützung – nicht nur für den öffentlichen Raum, sondern ganz konkret auch für private Vorhaben in den Fördergebieten. Zentrales Anliegen des IKEK Programms ist die positive Innen-Entwicklung von Ortskernen beispielsweise durch die Schließung von Baulücken, die Sanierung von Kulturdenkmälern oder die Umwidmung von früher landwirtschaftlich genutzten Gebäuden in Wohnraum. Die Teilnahme Münzenbergs am IKEK Programm ist quasi die Eintrittskarte zu Fördermitteln, die Bauherren mit Zuschüssen zu Projekten in Höhe von 35 Prozent der Nettokosten unterstützen. Informationen hierzu folgen in einer eigenen Info-Veranstaltung im Laufe des Jahres.

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