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Münzenberg tritt Ende 2018 aus Breitband-Beteiligungsgesellschaft aus

MÜNZENBERG (ak). Die Stadt Münzenberg beabsichtigt, zum Jahresende 2018 aus der Breitbandbeteiligungsgesellschaft Wetterau GmbH auszutreten und die verbleibenden Geschäftsanteile an den Wetteraukreis zu veräußern.

Mit einem Gesellschaftsanteil von rund 85 000 Euro ist die Stadt Münzenberg derzeit noch an der Breitbandbeteiligungsgesellschaft Wetterau GmbH beteiligt. Diese Gesellschaft ist Gesellschafter der Breitbandinfrastrukturgesellschaft Wetteraukreis GmbH (Bigo) und hält 42,34 Prozent der Anteile, insgesamt 4 380 000 Euro. Gemeinsam mit den weiteren Gesellschaftern Breitbandbeteiligungsgesellschaft Vogelsbergkreis GmbH und ZOV sollte die Bigo durch den Aufbau eines eigenen Netzbetreibermodells und den Bau eines eigenen Netzes eine flächendeckende Breitbandinfrastruktur schaffen.

Das Ziel – der flächendeckende Breitbandausbau im Wetterau- und Vogelsbergkreis – ist aufgrund der Aktivitäten der Bigo erreicht worden: Die Telekom hat diesen Ausbau begonnen. In der Folge wurden die Ausbauplanungen der Bigo aufgegeben. Telekom und Bigo kooperieren inzwischen. Die geplante Umstrukturierung der Breitbandgesellschaft Wetterau GmbH sieht vor, dass der Wetteraukreis die Anteile aller weiteren Gesellschafter übernimmt und dann Alleingesellschafter wird. Die Stammeinlage der Stadt Münzenberg ist an den Wetteraukreis zu übertragen, unter Abzug der durch die Geschäftstätigkeit der Bigo angefallenen Kosten. Mindestens 80 Prozent der Stammeinlage, also rund
68 000 Euro sollen laut Geschäftsführer der Breitbandbeteiligungsgesellschaft Wetterau GmbH zurückgezahlt werden. Der Beschluss dazu soll in der nächsten Gesellschafterversammlung gefasst werden.

Die Stadtverordnetenversammlung beschloss einstimmig den Austritt aus der Breitbandgesellschaft und die Veräußerung der Geschäftsanteile. Fakt ist, dass die Beteiligung an der Gesellschaft inzwischen längst überholt ist, da mit dem Ausbau durch die Telekom das Ziel erreicht ist.  Zwar bleibt unter dem Strich ein finanzieller Verlust von rund 17 000 Euro. Er wurde von den Stadtverordneten einstimmig als „außerplanmäßige Mehrausgaben“ beschlossen. Nach dem Austritt ist mit einem Rückfluss von
68 000 Euro zu rechnen.

Insgesamt sei der Beitritt seinerzeit wichtig gewesen, „um Druck auszuüben“, machte FWG-Fraktionsvorsitzender Ronald Berg deutlich. Als „sinnvoll“ wertete auch CDU-Fraktionsvorsitzender Gerold Müller den Beschluss zur Beteiligung an der Gesellschaft, letztendlich habe die Telekom dann doch den kompletten Ausbau übernommen.

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