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„Münzenberger rücken zusammen“

Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer richtet sich an Mitbürger und nennt Hilfsangebote für Krisenfragen

MÜNZENBERG (pd). In einem Brief wendet sich die Münzenberger Bürgermeisterin Dr. Isabell Tammer an ihre Mitbürger. Hintergrund ist die Corona-Pandemie. „Das beschlossene Kontaktverbot sorgt für Spannungen und Unsicherheit. Was darf ich noch und mit wem darf ich mich noch verabreden? Großeltern vermissen gerade jetzt zu Ostern schmerzlich die Besuche ihrer Enkel. Sportler ihre Trainingspartner. Doch ganz besonders Kinder und Jugendliche leiden darunter, ihre Freunde nicht mehr einfach so treffen zu können“, weiß Tammer. „Wenn Sie merken, dass Ihr Kind mit der belastenden Situation nicht mehr fertig wird und jemand außerhalb der Familie zum Reden braucht – das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Münzenberg kann helfen.“ Anja Keil ist montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags bis 13 Uhr erreichbar unter der Tel. 06033/9603-20, 0162/7829487 oder per E-Mail unter: kinderundjugendbuero@muenzenberg.de. Alternativ gebe es die „Nummer gegen Kummer“ unter der Rufnummer 116 111 oder bei Familienkrisen auch das Elterntelefon: 0800 111 0 550. In Fälle häuslicher Gewalt ist das Hilfe-Telefon „Gewalt gegen Frauen“ eine erste Anlaufstelle unter 0800 116 016.
Ferner nennt die Bürgermeisterin die Existenzsorgen, die viele Menschen in diesen Tagen haben müssen. Das alles ist unglaublich belastend – und es wird noch eine Weile so bleiben. Doch niemand steht alleine da. Deutschland, Hessen, der Wetteraukreis und wir Münzenberger rücken zusammen“, verspricht sie.
Im Kampf gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen des erzwungenen Stillstands hätten Hessen und die Bundesrepublik das größte finanzielle Hilfspaket in der Geschichte Deutschlands geschnürt. Schnell und unbürokratisch gebe es Unterstützung für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen, denen durch die notwendigen Zwangsschließungen Einkommen weggebrochen sind und weiter entfallen.
„Sollten Sie zu dem betroffenen Personenkreis gehören und nicht wissen, wie Sie an für Sie wichtige Gelder aus den bereitgestellten Mitteln herankommen, wenden Sie sich gern direkt als Ansprechpartner bei der Wirtschaftsförderung (WFG) an Oliver Schmidt“ (Tel. 06031/772690, Oliver.schmidt@wfg-wetterau.de). Der Link zur WFG-Wetterau sei sehr hilfreich: www.wfg-wetterau.de/corona-virus.html. Der Antrag auf die Soforthilfe muss beim Regierungspräsidium direkt gestellt werden: https://rp-kassel.hessen.de/corona-soforthilfe.

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