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Mythen und Rätsel der Vergangenheit

BUTZBACH. Jürgen Binder – von 1961 bis 1993 in Butzbach beheimatet mit Abitur an der Weidigschule  – lebt heute in Frankfurt und schreibt spannende historische Abenteuerromane. Text + Foto: dt

Ex-Weidigschüler Jürgen Binder hat bereits zwei Romane veröffentlicht

BUTZBACH (dt). Vom literarischen Schreiben kann er seinen Lebensunterhalt sicherlich nicht bestreiten. Dies können nur die Spitzen- und Bestsellerautoren des Buchmarkts. Dazu gehört der heute 59-jährige Jürgen Binder (noch) nicht. Er verbrachte seine ersten 32 Lebensjahre in Butzbach, ehe er 1993 nach Frankfurt umzog, wo der beruflich als Sozialpädagoge arbeitende „Hobbyautor“ mit „Die vergessene Zeugin“ und „Staub der Himmel“ bereits zwei Romane veröffentlicht hat. Es sind historische Plots, in denen er – nach eigenem Bekunden – eng an historischen Ereignissen bleibend mit dichterischer Freiheit die Geschichte und seine Geschichten weiter entwickelt. Das, so betont Binder, unterscheide ihn von dem Bestsellerautor Dan Brown, der oftmals die eigentliche Historie verfälsche. 

Binder wurde 1961 im seinerzeit noch bestehenden kleinen Butzbacher Waldkrankenhaus geboren, besuchte ab der ersten bis zur vierten Klasse den damals noch vorhandenen Grundschulzweig der Schrenzerschule und dort im Anschluss die Förderstufe bis zur Klasse sechs. Es folgten die Jahrgangsklassen 7 bis 13 mit dem abschließenden Abitur an der Weidigschule. „Ich war damals lange Zeit in der katholischen St. Gottfried-Gemeinde aktiv, zuerst als Messdiener, dann auch in der katholischen Jugend beim Gestalten von Jugend-Gottesdiensten, dem Organisieren von Freizeiten und Sommerfesten,“ erinnert er sich. Unterbrochen von einem vierjährigen Studium der Sozialpädagogik an der Uni Mainz, lebte Binder bis 1993 in Butzbach. 

„Schon seit meiner Jugend haben mich immer die ungelösten Rätsel der Vergangenheit interessiert und die Frage, inwieweit Forschung in der Lage ist, lange vergangene Ereignisse zu rekonstruieren und Licht ins Dunkel all der Mythen und Legenden zu bringen, die sich um historische Vorgänge ranken,“ teilt er im BZ-Gespräch mit. Als leidenschaftlicher Leser habe dies irgendwann zu dem Wunsch geführt, selbst über historische Themen zu schreiben, sei es in Form eines Sachbuches oder eines Romans. 

Ideen dazu habe er schon lange gehabt. Vor gut zwei Jahren habe er dann – nach intensiver Recherche, ohne die es nicht geht – seinen ersten Roman in Angriff genommen. Geschrieben habe er an Wochenenden, abends und nachts. Wie zunächst befürchtet, sei ihm „nicht nach wenigen Seiten die Luft ausgegangen, sondern die Geschichte hat sich zu einem großen Teil während des Schreibens immer weiterentwickelt, bis schließlich das erste Buch fertig war“. Wie alle Newcomer auf dem Buchmarkt hat Binder seine beiden ersten Romane selbst verlegt, wobei ihm der Tredition-Verlag in Hamburg helfend zur Seite stand. 

Das Genre, in dem er seine literarische Heimat gefunden hat, bezeichnet er als den „Abenteuerroman“. Zur Zeit arbeitet der Autor, der sein eigentliches berufliches Engagement an einem Frankfurter Kinderzentrum auf eine halbe Stelle reduziert hat, an einer weiteren Erzählung. Hauptschauplätze des ersten Romans „Die vergessene Zeugin“ sind Lima/Peru, Dublin und Rom. Es geht zurück zu den Anfängen des Christentums, um Geheimnisse des Vatikans und die Verwicklung der katholischen Kirche in die Flucht vieler Nazi-Verbrecher nach dem Zweiten Weltkrieg nach Südamerika. 

Im zweiten Roman „Staub der Himmel“ spielt der sogenannte „Roswell-Zwischenfalls“ im Juli 1947 eine Rolle, als ein unbekanntes Flugobjekt in der Wüste New-Mexicos abgestürzt war. Was ist damals wirklich geschehen und warum legt die US-Luftwaffe großen Wert darauf, dass die Wahrheit nicht ans Licht kommt? In beiden Büchern geht es um Mythen und Legenden der Vergangenheit.   

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