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Nach Vertreibung Eheglück in Lang-Göns

LANG-GÖNS. Das Foto zeigt die Ehejubilare Hermann und Franziska Tinz im Kreis ihrer vier Urenkel. Foto: ikr

GLÜCKWÜNSCHE – Aus Sudetenland stammende Franziska und Hermann Tinz seit 70 Jahren verheiratet

LANG-GÖNS (ikr). Das seltene Fest der Gnadenhochzeit feierten die Eheleute Hermann und Franziska Tinz, geb. Langer aus dem Kernort Lang-Göns. Vor 70 Jahren, am 7. Mai 1949, hatten sie sich das Jawort gegeben. Zu diesem nicht alltäglichen Jubiläum gratulierten ganz besonders Sohn und Schwiegertochter sowie zwei Enkelinnen mit ihren Ehemännern und vier Urenkel.

Hans-Otmar Müller vom Gemeindevorstand überreichte ein Geschenk und die Glückwünsche der Gemeinde Langgöns sowie ein Glückwunschschreiben des Ministerpräsidenten und der Landrätin. Die Vertreter des katholischen Männerkreises, Frauenkreises sowie des Kirchenchores überbrachten ebenfalls Geschenke und ihre besten Wünsche.

Am Sonntag, 12. Mai, fand in der katholischen Kirche Langgöns ein Dankgottesdienst statt, der von Pfarrer Lucaci gehalten wurde. Anschließend feierte man im Familienkreis weiter.

Beide Eheleute stammen aus dem Sudetenland. Der heute 92-jährige Jubilar erlernte den Beruf des Maschinenschlossers. 1948 kehrte er aus englischer Kriegsgefangenschaft zurück. Nach schwieriger Suche fand er seine aus der Heimat vertriebenen Angehörigen in Langgöns wieder. Hier lernte er auch seine Ehefrau Franziska kennen. 

Die 88-jährige Jubilarin war nach der Vertreibung aus dem Sudetenland und der Umsiedlung nach Langgöns in der Klinikküche in Gießen beschäftigt. Um den Haushalt und ihren Garten kümmert sich das Paar auch im hohen Alter noch alleine.

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