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Nachbar nimmt Klärschlamm auf 

Foto: dönges

VERTRAG – Reste aus Oppershofener Anlage: Gemeinde Rockenberg und Stadt Bad Nauheim kooperieren

OPPERSHOFEN/BADNAUHEIM (pm). Künftig wird die Bad Nauheimer Kernstadt-Kläranlage Klärschlamm aus Oppershofen verarbeiten. Am Donnerstag wurde diese Zusammenarbeit vertraglich in Form einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung festgehalten. Die Vertragspartner, Bürgermeister Klaus Kreß und Erster Stadtrat Peter Krank für die Stadt Bad Nauheim sowie Bürgermeister Manfred Wetz und Erste Beigeordnete Heidrun Kammer für die Gemeinde Rockenberg, trafen sich dazu im Bad Nauheimer Rathaus.

Ab 2019 gelten neue und verschärfte Regelungen für die Verarbeitung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlichen Flächen. So muss etwa der Schlamm auf mindestens 15 Prozent Trockensubstanz entwässert werden. Rockenbergs Bürgermeister Wetz erläuterte dazu: „Der Nassschlamm aus der Kläranlage Oppershofen erreicht diesen Wert nicht, deshalb ist künftig eine weitere Eindickung erforderlich.“ Dies sei mit den vorhandenen Einrichtungen in Oppershofen nicht möglich, und die Anschaffung einer stationären oder der Einsatz einer mobilen Pressanlage und die Schaffung von Lagereinrichtungen wären erforderlich. „Dies ist unwirtschaftlich, da in etwa vier Jahren ein Anschluss der Anlage an das Hauptpumpwerk und damit die Reinigung des Abwassers in der Kläranlage der Stadt Butzbach geplant ist. Dort wird bereits das Abwasser aus dem Ortsteil Rockenberg verarbeitet. Wegen des laufenden Umbaus der Kläranlage ist eine Abnahme des Schlamms durch die Stadt Butzbach nicht möglich. Die zeitlich begrenzte Übergangslösung mit Bad Nauheim kommt uns daher sehr entgegen.“

Ab sofort wird der Nassschlamm im zweiwöchentlichen Rhythmus von Oppershofen in die Kernstadt Bad Nauheims transportiert. Für die Behandlung und Entsorgung von etwa 1200 Kubikmeter anfallenden Klärschlamms pro Jahr sind rund 15 000 Euro zu entrichten. Den Transport organisiert die Gemeinde Rockenberg selbst.

„Eine gemeinschaftliche Nutzung unserer Anlagen und vorhandenen Kompetenzen zur Erfüllung der steigenden Anforderungen bei der Schlammbehandlung macht ökologisch und wirtschaftlich auf jeden Fall Sinn. Wir sind gerne bereit, die Behandlung des Klärschlamms aus Oppershofen zu übernehmen. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle Kooperation mit der Gemeinde Rockenberg im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit“, sagte Bad Nauheims Bürgermeister Kreß.

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