Nachbarn helfen Nachbarn beim Einkauf und alltäglichen Besorgungen

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Nachbarn helfen Nachbarn beim Einkauf und alltäglichen Besorgungen

„dasgute.haus“ initiiert den „solidarischen Einkaufszettel“

BUTZBACH (pm). Die Initiative ‚dasgute.haus‘ der Butzbacherinnen Stefanie Santila Krause und Dr. Agnes Model hat in diesen Tagen den ‚solidarischen Einkaufszettel‘ ins Leben gerufen – eine Aktion, die vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen rund um das neuartige Corona-Virus Einkäufe und Besorgungen des täglichen Bedarfs sicherstellen möchte. Einschnitte im öffentlichen Leben sind auch für die Menschen in Butzbach und Umgebung eine Herausforderung – vor allem für bestimmte Personengruppen. Denn das Corona-Virus kann für ältere Menschen ab 65 Jahren, für Menschen mit geschwächtem Immunsystem oder Vorerkrankungen gefährlich sein.

„Viele Menschen aus dieser Risikogruppe wollen deshalb lieber zuhause bleiben und den Kontakt zu anderen reduzieren. Manches im Alltag lässt sich aber nicht vermeiden, jeder benötigt Lebensmittel, muss zur Apotheke oder zur Post“, sagt Agnes Model. „Für diese Menschen stellt sich die Frage, wie Dinge im Alltag wie Einkaufen oder Besorgungen organisiert werden können“, erläutert Stefanie Krause. „Da die Idee von dasgute.haus auch darauf fußt, Menschen zu vernetzen und im Alltag zu unterstützen, wollen wir für Butzbach und Umgebung den ‚solidarischen Einkaufszettel‘ ins Leben rufen, um diesen Menschen zu helfen“, so Krause weiter. 

Die beiden Initiatorinnen holen damit eine Maßnahme aus den sozialen Netzwerken in den Alltag und in die Butzbacher Zeitung, die bei Facebook und Co. bereits unter dem Hashtag #nachbarschaftschallenge für Unterstützung sorgt. Auf der Website unter www.dasgute.haus kann der Bogen heruntergeladen und ausgedruckt werden. Die beiden Butzbacherinnen würden sich freuen, wenn auch Butzbacher Geschäfte die Vorlage ausdrucken und für ihre Kundinnen und Kunden zum Mitnehmen auslegen. Der Mitmachbogen zum solidarischen Einkaufszettel ist auf dieser Seite der BZ abgedruckt und kann direkt ausgeschnitten und ausgefüllt werden. 

Die Aktion basiert auf dem einfachen Ansatz der Solidarität unter Nachbarn. Damit können Menschen zum einen in ihrer Nachbarschaft um Unterstützung bitten; zum anderen können Menschen aktiv den Nachbarn unter die Arme greifen, die zu den genannten Corona-Risikogruppen gehören. Dabei reicht ein Aushang des ausgeschnittenen und ausgefüllten Bogens im Treppenhaus, an der Wohnungstür oder am Briefkasten, wo Nachbarn ihn sehen können, um sich entsprechend zu vernetzen. Der Bogen soll dafür die wichtigen Fragen beantworten: Kann ich Hilfe geben oder benötige ich Hilfe? Und: wie und wann kann ich den Ersteller bzw. die Erstellerin des solidarischen Einkaufszettels erreichen? Nachbarn können sich damit direkt vernetzen und sich untereinander organisieren. Beim Kontakt sollten die entsprechenden Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts eingehalten werden, u.a. kein Hände schütteln, entsprechenden Abstand einhalten etc.

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