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BUTZBACH. Im „Treffpunkt Musik“ der Musikschule Butzbach zeigten unter anderem (v.l.) Johannes Dinser, Kristina Rudic und Niklas Schweinsberg, was sie im Musikunterricht gelernt haben. Foto. adloff

KONZERT – Musikschule Butzbach bietet Schülern in „Treffpunkt Musik“ öffentliches Forum

BUTZBACH (pi). Am Sonntag gestaltete die Musikschule Butzbach ihr jährliches öffentliches Schülerkonzert „Treffpunkt Musik“ in der Wendelinskapelle. Kinder, jugendliche und erwachsene Schüler hatten gemeinsam mit ihren Lehrkräften ein schönes und niveauvolles Konzert vorbereitet. 

Eröffnet wurde das Programm mit einem „Presto“ des englischen Komponisten William Croft, der sich im Umfeld von Georg Friedrich Händel bewegte. Mit schönem Altblockflötenklang stimmten Amica Moraw und ihr Lehrer Gerd Schulz auf das Kommende ein. Der Klavierschüler Johannes Dinser hatte mit seiner Lehrerin Michelle Lewis das „Prélude Nr. 15“ aus den 24 Préludes opus 28 von Frédéric Chopin vorbereitet. Ihm gelang bei der in Des-Dur stehenden Musik sowohl der sanfte Anfang als auch die Dramatik im E-Dur-Abschnitt in romantischem Stil. An Antonin Dvoraks bekannteste seiner acht Humoresken, nämlich der siebenten, hatte sich Hanna Kaschke in einer Version des japanischen Violinlehrers Shinichi Suzuki herangewagt. Hanna spielte sehr intonationssicher und natürlich, angeleitet von ihrer Lehrerin Elke Wagenhäuser und begleitet von Joachim Wagenhäuser, der sämtliche Korrepetitonen an dem Abend übernommen hatte. 

Sich selbst begleitete Kristina Rudic, Gesangsschülerin von Algund Schorcht, auf der Gitarre. Mit „When you were my man“ hatte sie Bruno Mars „When I was your man“ geschlechtlich für sich umgearbeitet. Mit klarer Stimme verbreitete sie eine äußerst ansprechende Atmosphäre. Selbstverständlich mit Verstärker trat der E-Gitarrenschüler Niklas Schweinsberg auf. Vorbereitet hatte er mit seinem Gitarrenlehrer Vakhtang Kharebava das mehrstimmige „Unter Wasser“ von Peter Autschbach. 

Foto: adloff

Für den zwölfjährigen Niklas war es der erste Auftritt, den er sicher meisterte. Die Cellolehrerin Maike Kunstreich hatte mit Pius Schelter die Sonatina in d-Moll von Ludwig van Beethoven erarbeitet. Durch die Verwendung des Tenorschlüssels hatte Pius oft auf der A-Saite in den höchsten Lagen zu spielen. Für Schüler, bei denen zu Hause oder im Freundesumfeld ein Musizierpartner fehlt, gibt es schon seit Jahren Instrumentalschulen, die auf die Möglichkeit der Begleitung von CD zurückgreifen. Zwei Beispiele dafür gab Moritz Wirl, Schüler von Martin Zörb. Auf dem Altsaxofon spielte er mit schönem Timbre und sehr gutem Rhythmusgefühl „Prince Charming“ und „Us“, beides Stücke des Altsaxofonvirtuosen Jim Snidero. 

Foto: adloff

Aus dem Musikschulgitarrenensemble gab es zwei Soloauftritte von Charlotte Imig mit „Diablo“ von Joep Wanders und Hannah Wendt mit „Bransle de Village“ von Jean-Baptiste Besard, Sammler von Lautenmusik um etwa 1600. Das Ensemble spielte mit Maxim Gaar, Nils Milbrath, Annika und Björn Mußdorf ohne ihren Lehrer Kharebava die „Gymnopedie“ von Erik Satie und die „Morgenstimmung“ aus der Peer-Gynt-Suite von Edvard Grieg. Der Sonnenaufgang, den Peer Gynt in der Sahara erlebt, gelang überzeugend, mussten immerhin Sextolen gemeinsam gespielt werden, eben der Harfenpart in der Originalkomposition. Nochmal langsam und dramatisch wurde es mit dem 2. Satz Adagio molto aus der c-Moll Klaviersonate opus 10 von Ludwig van Beethoven. Giorgi King spielte das Werk mit viel Tiefsinn und Intensität. 

Einen Gang durch die Jahrhunderte hatte sich das Blockflötenensemble vorgenommen. Unter der Leitung von Gerd Schulz begannen Ingrid Bindhardt, Beate Durchfeld-Meyer und Anne Hild mit einem Bänkellied aus dem 16. Jahrhundert von Orlando di Lasso. Nach „Dein Wort, oh Herr“ von Max Reger aus dem 19. Jahrhundert wandte sich das Ensemble mit „Free at last“ der Gospelmusik zu. 

Rebecca Schoen gestaltete den Abschluss des Konzertes. Angeleitet von Querflötenlehrerin Bettina Hommen-Elsner und begleitet von Wagenhäuser hatte sie das einsätzige Werk des französischen Komponisten George Hüe vorbereitet. Schoen zeigte sich äußerst souverän ebenso wie im notwendigen sehr guten Zusammenspiel mit ihrem Klavierbegleiter. 

Schulleiterin Marion Adloff, die das Konzert moderierte, berichtete unter anderem, dass es an der Musikschule Butzbach neben einigen jährlichen öffentlichen Schülerkonzerten auch viele interne Übungsvorspielmöglichkeiten wie Klassenvorspiele, Hauskonzerte, Kinderhauskonzerte oder Fortgeschrittenenkonzerte gibt. Am Ende bat sie alle großen und kleinen Künstler noch einmal nach vorne. Wie nach den einzelnen Stücken so erhielten auch am Ende alle gemeinsam lang anhaltenden Applaus für ein wirklich sehr gelungenes und repräsentatives Musikschulkonzert. 

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