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Nächster Schritt zum Wohngebiet

Entwicklung Johanniter-Unfall-Hilfe verkauft Fläche „Hinter der Mauer“ / Alteigentümer profitieren

Nieder-Weisel (pd). In Nieder-Weisel ist das Vereinsleben intakt, die Infrastruktur ist mit Kindergarten, Grundschule und Einkaufsmöglichkeiten gut. Die Verkehrsanbindung ist hervorragend, die Lage trotzdem ruhig – eigentlich ideal zum Wohnen. Wenn da nicht der Mangel an Bauplätzen sowie die fehlenden Parkflächen rund um das Gelände der Johanniter wären. Dem soll jetzt Abhilfe geschaffen werden.

Am Dienstag fiel in der Butzbacher Anwalts- und Notarkanzlei Schäfer Becker Partner der Startschuss für das geplante neue Wohngebiet „Hinter der Mauer“ im Stadtteil Nieder-Weisel. Peter Kaimer und Oliver Meermann, Landesvorstände der Johanniter-Unfall-Hilfe, Stefan Becker und Heiner Geißler, Geschäftsführer der Inikom, Integrative Infrastrukturentwicklungsgesellschaft mbH, unterzeichneten im Rahmen eines Beurkundungstermins den Kaufvertrag für die Flächen „Hinter der Mauer“. Inikom-Projektleiterin Tanja Ohlwein war bei dem Termin ebenfalls anwesend.

Baustein der Dorfentwicklung

Die Johanniter-Unfall-Hilfe wollte die Fläche nutzen, um die angespannte Parksituation rund um das Gelände zu entlasten. Da nicht alle nötigen Flächen für das Bauvorhaben erworben werden konnten, blieben sie weitgehend ungenutzt. Die Gießener Inikom wird nun daraus ein Wohngebiet entwickeln. Dazu wurden bereits weitere Flächen aufgekauft, sodass der Platz groß genug für etwa 35 Ein- bis Zweifamilienhäuser wäre. Die Johanniter erhalten von der Inikom eine Expansionsfläche, auf der sie Parkplätze für ihre Mitarbeiter und Gäste des Hotels errichten können. Für Ortsvorsteher Norbert Kartmann ist die Wohnraumentwicklung in Nieder-Weisel eine Herzensangelegenheit: „Nur wenn wir neuen Wohnraum schaffen, können wir die hohe Lebensqualität in unserem Dorf langfristig erhalten. Der Zuzug von Familien mit Kindern ist für unser gesamtes Dorfleben unglaublich wichtig. Nur so können wir unsere sozialen Einrichtungen erhalten. Ich bin glücklich, dass es jetzt endlich vorangeht.“

Die Johanniter hatten die Flächen vor einigen Jahren für 25 Euro pro Quadratmeter erworben und verkaufen sie ohne Gewinnerzielung zum Ankaufspreis an die Inikom. Der Preis für Landwirtschaftsflächen ist jedoch inzwischen auf 37 Euro pro Quadratmeter gestiegen. „Damit die Eigentümer, die ihre Grundstücke bereits vor einigen Jahren an uns verkauft haben, nicht schlechter gestellt werden, haben die Johanniter zur Bedingung für den Verkauf gemacht, dass der Differenzbetrag von zwölf Euro pro Quadratmeter nachvergütet wird“, erklärt Landesvorstand Meermann. Sobald die Stadt Butzbach die Baugenehmigung erteilt hat, gibt die Inikom den Differenzbetrag an die Alteigentümer weiter. Eine glückliche Situation für alle Beteiligten, resümiert Landesvorstand Kaimer: „Ich bin sehr zufrieden, dass wir mit dem Verkauf des Geländes dazu beitragen können, den dringend benötigten Wohnraum in Nieder-Weisel zu schaffen. Gleichzeitig können wir die Parksituation rund um unsere Landesgeschäftsstelle entspannen, und das Johanniter-Hotel und sein Restaurant noch attraktiver machen. Dass wir den Alteigentümern durch den Verkauf nachträglich noch etwas Gutes tun können, freut mich besonders“.

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