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BUND Butzbach formuliert ablehnende Stellungnahme für Bebauungsplanung an der Weiherstraße

BUTZBACH (pd). Derzeit können auf der Internetseite der Stadt Butzbach die zum Bebauungsplan „Gewerbegebiet zwischen Weiherstraße und Ortsumgehung“ offen gelegten Unterlagen eingesehen und heruntergeladen werden. Bis zum 28. Mai hat jeder die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben. In einer Pressemitteilung informiert der BUND Butzbach über seine Ablehnung der Planung. 

„Auf den ersten Blick sieht das, was da zwischen Möbelhaus und Umgehungsstraße geplant wird, aus wie eine Planung für ein x-beliebiges Gewerbegebiet. Nur wer in den Unterlagen über die Passage ,Verkaufsflächen sind daher nur für produzierende weiterverarbeitende Betriebe zulässig. Hiervon ausgenommen sind Betriebe der Automobilbranche‘, stolpert und aufmerksam die BZ liest und dazu noch ein gutes Gedächtnis hat, kann den Zusammenhang herstellen. Es kann nämlich gut sein, dass auf den circa zwei Hektar Fläche, die im Moment noch Ackerland sind, keine Betriebe angesiedelt werden, sondern nur Autos abgestellt werden“, so der BUND. Ein ortsansässiger Autohändler sei  nämlich an die Stadt Butzbach herangetreten und habe um zusätzliche Flächen zum Abstellen von zum Verkauf angebotenen Fahrzeugen gebeten.

Der BUND lehnt dies ab und nennt Alternativen. Auf die Vernichtung von Ackerboden können verzichtet werden, wenn auf der bereits von diesem Händler zur Abstellung von Fahrzeugen genutzten Fläche ein Parkdeck oder Parkhaus in Stahlbauweise errichtet wird. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der Anlage könnte dazu beitragen einen Teil der Mehrkosten zu erwirtschaften. „Natürlich ist es für das Unternehmen einfacher, zusätzliche Flächen zu fordern. Da die Ressourcen dieser Erde endlich sind, muss die Zeit, in der die öffentliche Hand bedingungslos und automatisch alle Interessen von Unternehmen bedient hat, vorbei sein.“ Dies stehe so auch in § 1a Abs 2 Baugesetzbuch: „Mit Grund und Boden soll sparsam und schonend umgegangen werden.“

In der konstitutierenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung hätten sich Vertreter mehrerer Parteien sich zum sparsamen Umgang mit den vorhandenen Ressourcen bekannt. „Es ist an der Zeit diesen Worten Taten folgen zu lassen“, so der BUND.

Der BUND Butzbach fordert alle Bürger, die sich den Argumenten anschließen, dazu auf, sich mit den Unterlagen zu beschäftigen und eine Stellungnahme abzugeben. Als Anregung kann von der Homepage des BUND Butzbach (www.bund-butzbach.bplaced.net) ein Musterschreiben, das individuell abgewandelt werden kann, heruntergeladen werden.

Die Stellungnahme muss bis zum 28. Mai auf dem Postweg oder per E-Mail magistrat@stadt-butzbach.de bei der Stadt Butzbach eingegangen sein.

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