Neubau für katholischen Kindergarten

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Neubau für katholischen Kindergarten

Butzbacher Politik befasst sich mit Ersatzbau auf dem Tröstergelände / Gespräche mit Caritas als Träger 

BUTZBACH (thg). Der Sozialausschuss befasst sich in seiner Sitzung am Montag, 15. Februar, ab 20.00 Uhr in der Mehrzweckhalle Kirch-/Pohl-Göns mit dem Neubau eines Kindergartens auf dem ehemaligen Gelände der Landmaschinenfabrik in der Kernstadt. Die Stadt würde dann dort einen katholischen Kindergarten mit der Caritas als Träger bauen. Dazu soll ein Grundsatzbeschluss gefasst werden. 

Die bisher mit der katholischen Kirchengemeinde Sankt Gottfried und der Caritas Gießen geführten Gespräche zur Übernahme der Trägerschaft sollen fortgesetzt werden, falls Ausschuss und Parlament zustimmen. Für den Kauf des Grundstücks wurden bereits im Haushalt  2018 rund 650 000 Euro bereitgestellt. Das Parlament beschloss den Kauf im vergangenen Juni. Für das laufende Jahr sieht das Investitionsprogramm des Haushaltsentwurfs 4,9 Millionen Euro für den Kita-Bau vor. 

Bürgermeister Michael Merle berichtete im Gespräch mit der BZ, dass in den vergangenen Monaten Gespräche mit der katholischen Kirchengemeinde Sankt Gottfried und der Caritas Gießen geführt worden seien. Ein Neubau auf dem Tröstergelände würde langfristig ein bedarfsgerechtes Betreuungsangebot schaffen. 

Zur aktuellen räumlichen Situation der katholischen Kindertagesstätte lasse sich zusammenfassen, dass erhebliche Umbau- und Instandhaltungsmaßnahmen im Bestandsgebäude notwendig sind, um den Anforderungen eines zeitgemäßen Betreuungsangebots gerecht zu werden. Gründe für diese Situation sind unter anderem der veränderte Platzbedarf von Kindern, Eltern und pädagogischem Personal. Ferner nimmt der ganztägige Betreuungsbedarf zu, auch die Betreuung von Kindern unter drei Jahren wird stärker nachgefragt. Nach einem Umbau des derzeitigen Kindergarten-Gebäudes wäre im Rahmen eines neuen Betriebserlaubnisverfahrens damit zu rechnen, dass die Anzahl der Kinder, die in der Einrichtung betreut werden dürfen, reduziert würde. 

Die Butzbacher Wohnungsgesellschaft ermittelte laut Stadtverwaltung bereits erste Grundlagen für eine Kindertagesstätte auf dem ehemaligen Tröstergelände. Die planerische Darstellung und die darauf aufbauende Kostenschätzung basierten auf dem aktuellen Planungsprojekt der „Kita Lustgarten“. Demnach sei zu erwarten, dass die Möglichkeit zum Bau einer sechsgruppigen Einrichtung auf der genannten Fläche besteht. Dies würde Platz für zwei zusätzliche Gruppen schaffen und eine Erweiterung der Ganztagsplätze. In der noch zu erstellenden Detailplanung sei zu prüfen, ob sich der Bau ebenerdig oder zweistöckig realisieren lässt. Aufgrund gesammelter Erfahrungen wird die Errichtung einer zweistöckigen Kita wegen der vorhandenen Grundstücksfläche als wahrscheinlicher angesehen. 

Dass sich beispielsweise das Bistum Mainz an den Kosten des Kitabaus beteiligt ist hingegen äußerst unwahrscheinlich. Das sieht auch Merle. Auch im Rockenberger Ortsteil Oppershofen, wo ein Ersatzbau für den katholischen Kindergarten beschlossen wurde, gibt es für die Kommune von dieser Seite keine finanzielle Beteiligung. 

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